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Kerstin
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 Deutschland Nordrhein-Westfalen
Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 11:28 Antworten mit Zitat

Huhu,
Habs mir mal durchgelsen.
Ist recht interessant.
Kann ich das , für mein eigens Verständinss, mit der Mendel - Regel vergleichen?????


Gruß Kerstin

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Kirsten
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Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 11:50 Antworten mit Zitat

Huhu Kerstin,
danke für die Lorbeeren. Smile Und ja: kannst du. Icon Zwink

[Berufs-Klugscheißer-Modus on]

Beim dominant-rezessiven, monohybriden (aber auch für den dihybriden) Erbgang gilt, sofern ich reinerbige Elterntiere kreuze, für die 1.Tochtergeneration die erste Mendelsche Regel:
"Kreuzt man zwei Individuen einer Art, die sich in einem Merkmal voneinander unterscheiden für das sie reinerbig sind, so sind die Nachkommen der 1. Tochtergerneration untereinander gleich (uniform)."

Kreuze ich die mischerbigen Tiere der 1.Tochtergeneration untereinander weiter, dann gilt für den monohybriden dominant-rezessiven (und auch für den intermediären) Erbgang die 2.Mendelsche Regel:
"Kreuzt man die Individuen der 1.Tochtergeneration untereinander, so spalten die Merkmale im Verhältniss 3:1 (bzw. 1:2:1 im intermedären Erbgang) auf."

Betrachte ich Kreuzungen mit 2 Merkmalen (=dihybride Erbgänge), dann gilt für die 1.Tochtergeneration die erste Mendelsche Regel und für eine Kreuzung der 1.Tochtergeneration untereinander, die dritte Mendelsche Regel:
"Die Merkmale sind untereinander frei kombinierbar."
Werden hier beide Merkmale dominant-rezessiv vererbt, ist das Zahlenverhältnis 9:3:3:1.
Aber nur, wenn wirklich beide Merkmale dominant-rezessiv vererbt werden, werden eines oder beide Merkmale intermediär vererbt, treten andere Zahlenverhältnisse auf.
Auch sind der freien Kombinierbarkeit der Merkmale Grenzen gesetzt, nämlich dann, wenn beide Merkmale auf einem Chromosom liegen, dann werden sie gekoppelt vererbt, so dass auch beim dominant-rezessiven, dihybriden Erbgang nicht unbedingt das Zahlenverhältnis 9:3:3:1 auftreten muss. Allerdings sind auch diese Genkopplungen wieder auflösbar, wenn es bei der Keimzellbildung zu einem Crossing over kommt.

Wichtig beim Betrachten der Zahlenverhältnisse ist, dass Mendel, der alte Erbsenzähler, quantitativ gearbeitet hat. Da aber Hunde und Menschen etc. meist weniger Nachkommen haben als Erbsen, lassen sich die Zahlenverhältnisse nicht bedingungslos einfach so übertragen. Kreuzt du z.B. kurzbeinige mischerbige Hunde untereinander so erhälst du nach Mendel 3 mit kurzen und 1 mit langen Beinen. Die Chancen für einen kurzbeinigen Hund stehen also 3:1. Das kann tatsächlich so eintreffen, muss aber nicht, genauso gut können auch alle kurzbeinig oder alle langbeinig sein, bei geringen Nachkommenzahlen regiert also gewissermaßen der Zufall... Icon Zwink

[Berufs-Klugscheißer-Modus off]

LG
Kirsten

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Kerstin
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 Deutschland Nordrhein-Westfalen
Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 12:09 Antworten mit Zitat

Nochmal frag.....

Hat die Vererbung dann auch was mit den Basen zu tun???
Also sprich Adenin und Thymin bzw cytosin und Guanin????
Denn die brauchen ja, immer den gleichen Partner.
Oder verhaue ich mich jetz, und bin wo ganz anders???

Gruß Kerstin

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Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 12:28 Antworten mit Zitat

ein danke auch von mir an kirsten.

aber was klitzekleines hätt ich noch, sollte man nicht eine art übersetzung mit rein bringen, denn wenn man sich seither wenig mit diesem thema beschäftigt hat, ist man dank der fremdwörter schnell überfordert.

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 Deutschland Nordrhein-Westfalen
Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 12:39 Antworten mit Zitat

Ich fand die Fremdwörter gar net so schlimm, bzw gut erklärt. Aber das mag vielleicht auch dran liegen, das ich auch son Staatsexamen klugscheißer, wenn ich will, bin.
Aber ich gebe dir recht, Leute die das zum ersten mal hören ähhh lesen kommen schon ins grübeln.

Gruß Kerstin

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Eeva-Dane
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Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 12:53 Antworten mit Zitat

das bin ich halt nicht und lerne den ganzen Kram vermehrt erst seit nem Jahr, und merke eben dass ich immer wieder auf mein gutes Buch zurückgreifen muss.

wenn man sich nicht damit auseinandersetzen muss, schiebt man den kram ja auch erst ma vor sich weg.

zudem musste ich in der szene auch erfahren dass wenn man fragen hat, bzw. hinterfrägt, sofort als dumm agbestempelt wird, so ergings mir ende 04 als ich zwecks der sicherheit von markertests nachhakte.

aber nu net mehr mit mir Razz  bin ah net uff de suppe daher gschwomma

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 Deutschland Nordrhein-Westfalen
Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 12:58 Antworten mit Zitat

Code: › dass wenn man fragen hat, bzw. hinterfrägt, sofort als dumm agbestempelt wird,

Wie doof ist das denn!!!!
Ich kann doch net davon ausgehen, das jeder etwas immer sofort versteht. Und gerade was die Medizin angeht. Mir viel es auch net leicht, wenn ich da an manch Unterricht denke, man was hat der Schädel geraucht.
Ich denke, je öfters man nachfragt, desto eher verstehts man und es bleibt irgendwo im Kopp hängen.

Wenn ich ab und an den Pschyrembel net hätte......wüsste ich auch net weiter.

Gruß Kerstin

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Kirsten
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Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 13:00 Antworten mit Zitat

@Kerstin
Wenn du an die Basen denkst, dann bist du schon in der Molekularen Genetik, die brauchst du aber nicht unbedingt um die klassische Genetik zu verstehen. Mendel hatte davon ja auch absolut keine Ahnung, der hat in seinem ganzen Leben kein einziges Chromosom gesehen und alles nur durch Beobachten heraus bekommen.

@Melly
Wo du recht hast, hast du recht. Ich hab versucht es im text zu erklären, aber da finden sich die Begriffe natürlich schlechter wieder als in einer Tabelle. Ich hätte da noch ein paar Seiten Begriffserklärungen in Tabellenform, extra für meine Schüler zusammengeschrieben...
Ich gehe die dann mal suchen. Icon Zwink

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Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 13:06 Antworten mit Zitat

@kerstin, ich wollte sicherheiten, erklärungen haben. finde es wichtig zu fragen und nicht alles zu glauben was einem erzählt wird, so war die situation damals.

inzwischen sind wir ja weiter, haben viel gelesen und uns viel mit züchterfreunden unterhalten die einem da auch weiter geholfen haben.

was jedoch teilweise der hit is, dass wir die es schnallen oftmals mit schlechten ergebnissen bei den gentests belohnt werden und die es immer noch net geschnallt haben, werden mit den guten ergebnissen bedient, isses net ne falsche welt?

thema deckrüde: da wurde mir gesagt dass man doch einen bewussten rüden auf keinen fall nehmen könne da er carrier ist, ja wenn man auch eine carrier hündin hat, gehts net, das war mir dann schon klar, in diesem falle bei uns undenkbar.
aber bei einer clear hündin würde das ja nie ein problem darstellen, wo wir wieder bei mendel wären.
da ich aber ja dumm bin wurde mir mehrmals erklärt dass man dann trotzdem die finger weg lassen muss, weil der vater des rüdens doch befallen is.
das sind dann immer die momente wo ich ausm kopfschütteln nicht mehr raus komm. Very Happy

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Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 13:11 Antworten mit Zitat

genau so ergings mir auf der letzten schau.
ich habe nach einem roten rüden und meinen beiden black&tan hündinnen, nun 6 zobel-nachkommen und 3 black&tan.

da meine mädels aus einer sehr bekannten linie kommen weiß man dass sie auf der vaterseite sehr viel zobel haben und dieses auch tragen, selbst mit einer black&tan x schwarz verpaarung kam eine zobeline.

nun wurde auf der ausstellung bemerkt dass es ja wahnisnn wäre wieviel zobel der rüde bringen würde( der hat nirgends innen ahnen zobel) da fällt einen doch nix mehr dazu ein. nicht wenn solche aussagen von züchtern stammen die dieses seit 20 jahren praktizieren

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Beitrag Verfasst: So 29 Okt, 2006 13:25 Antworten mit Zitat

Doppelpost.
Ich find´s nicht wieder. Sad Aber Lehrer sind Sammler und Messis, deshalb habe ich es noch als Arbeitsblatt, muss also nochmal alles abtippen, kann sich also nur um Stunden handeln.... Icon Zwink Nee quatsch, Geduld, ist gleich fertig...

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Beitrag Verfasst: Sa 04 Nov, 2006 10:46 Antworten mit Zitat

Morgen Kirsten!!!!

So da isse nü die Frage,
in der Genetik...

Also Wolf war zu erst da......wie der Wolf nü mal zum Menschen kam, und wie er Handzahm wurde, nüja das ist vielleicht auch interessant, aber.....

Ich denke es hat ja was mit der Genetik zu tun, das aus einem Wolf z.b mal ne Dogge oder ein Yorkie wurde.
Da man jedoch vor Hunderten von Jahren ja keine Peilung davon hatte, wie ich in der Genetik was verändern kann. Frag ich mich wie das geht.

So Wölfe, waren ja alle irgendwie gleich. Ich kann doch keinem Wolf Gewichte an die Ohren hängen, damit der Hund später Schlappohren bekommt. Ich kann ja auch net die Beine hoch binden, damit eine Hunderasse rauskommt, die kurzbeinig ist.
So mit der Vererbung isset klar, haste ja gut erklärt.

Also brauchte ich dann einen Wolf mit langen Beinen, und nehme einen mit Kurzen Beinen. Und über die vielen vielen Jahe habe ich dann einen Kurzbeinigen. Oki.
Aber mir ist es echt noch net klar geworden, wie daraus die ersten Rassen entstanden sind.
Irgenwie musste ja der Howi dabei raus kommen, oder die Dobi.
Aber der Wolf war doch Ursprung?????
Bei einigen Hunden sieht man es ja noch recht gut.
Aber wie züchte ich dann einen Hund wie z.B. den Scharpei(schreibt man den so?)

Hmmmmmm
Oder fing man an Wölfe aus Norwegen mit Wölfe aus Alaska zu kreuzen???

Gruß Kerstin

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Beitrag Verfasst: Sa 04 Nov, 2006 13:36 Antworten mit Zitat

Zitat: › Also brauchte ich dann einen Wolf mit langen Beinen, und nehme einen mit Kurzen Beinen. Und über die vielen vielen Jahe habe ich dann einen Kurzbeinigen. Oki.

Nee, wenn du scharf auf kurzbeinige Wölfe bist, dann nimmst du der Einfachheit halber am besten gleich zwei Kurzbeinige und verpaarst die. Icon Zwink

Die "Hundwerdung" ging ja auch nicht von heute auf morgen, das sind schon ein paar tausend Jahre Zuchtgeschichte.
Du kannst dir das in etwa so vorstellen:
Auch wenn Wölfe für uns zunächst alle irgendwie gleich aussehen, so gibt es doch in jeder Wolfspopulation zahlreiche Varrianten.
Je geringer der Genpool einer Population, desto häufiger treten solche Varrianten auf. Je kleiner eine Population desto kleiner ist auch deren Genpool.
Die Wolfs-Populationen, die bei unseren Urahnen lebten, dürften recht klein gewesen sein. Je mehr sich diese Tiere dem Menschen anschlossen, desto wahrscheinlicher wurde es, dass sich diese Tiere auch nur noch untereinander paarten und nicht mehr mit wilden Wölfen.
Der Genpool dieser Tiere war irgendwann also weitgehend von dem der frei lebenden Wölfe abgeschnitten. Somit konnten gerade rezessive Mutationen in diesen Populationen sehr viel schneller und stärker in Erscheinung treten als bei freien Wolfspopulationen.
Wenn jetzt z.B. zufällig bei einem dieser Tiere eine Mutation auftauchte, die ihm eher Schlappohren bescherte, dann konnten sich diese Schlappohren in der Population relativ schnell verbreiten.
Wenn nun einer unserer Urahnen Schlappohrtiere besonders schön fand, dürfte ihm sicher aufgefallen sein, dass manche Wölfinnen mehr schlappohrige Nachkommen hatten als andere. Er brauchte eigentlich nur die Mutterschaft dieser Schlappohrwölfin zu fördern, am besten noch mit einem schlappohrigen Rüden und schon hatte er jede Menge schlappohrige Wolfsbabys...
Wenn man das über tausende von Jahren macht und immer nur die mit den längsten Schlappohren verpaart, dann kommt man irgendwann zu Tieren mit Ohren, die zumindest vom Ohr her nix mehr mit Wölfen zu tun haben.
Das Gedankenspiel kannst du mit beliebigen Merkmalen durchführen, wenn man immer nur die kleinsten Wölfe mit den kürzesten Beinen verpaart, erhält man irgendwann Hunde, die in einen Fuchs- oder Kaninchenbau passen usw.. Nimmt man immer nur die Größten langbeinigsten Tiere und sucht unter denen die aus, die das kürzeste Fell haben, kommt man dann irgendwann bei Hootch an. Icon Zwink

LG
Kirsten

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Kerstin
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 Deutschland Nordrhein-Westfalen
Beitrag Verfasst: Sa 04 Nov, 2006 13:51 Antworten mit Zitat

Ja, isch ja klar, das es net von heut auf morgen ging.
Und , man was lieb ich googel, hab ich auch lesen können, das es mehr Woflsrassen gibt, als ich mir doch vorstellen konnte.
Und das in allen Rassen die Farben drin vorkommen, die unsere Hunde auch haben.

Aber ich finde es hoch interessant, wie aus einem Wolf ein Hootch oder ein Carlito geworden ist.

Gruß Kerstin
Und Dankööööö

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