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FairyLy
kleine Fee für alle Felle



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Hi,
so, weil ein Hirn alleine meisst nicht so viele Ideen hat und man vor dem eigenen Hund ja eh meist dummer steht als vor anderen, betriebsblindheit halt, brauch ich grad mal Tips.
Ich versuche mit Sammy seit Monaten zu üben, dass er auf dem Spaziergang auf mich achtet. Aber sobald wir draußen sind, werd ich gekonnt ignoriert. Im Garten klappt alles wunderbar, ich hab einen aufmerksamen Hund neben mir der mich "anguckt" und anhimmelt und jedes Kommando spielend leicht befolgt. Gehen wir durch das Tor, wendet sich der Hund mir nicht mehr freiwillig zu. Solange er neben mir ist, befolgt er die meissten Kommandos, guckt dabei aber sonstwohin und befolgen auch nur, wenn gar keine Ablenkung da ist. Freiwillig mal angucken ist nicht, egal wie sehr ich mich zum Affen mache, wie sehr ich Bogen, Ecken, was auch immer laufe. Auch das Belohnen jedes bisschen herdrehens oder so bringt gar nichts, die Hundenase ist von mir weggedreht und er geht selbstsicher und voll der König der Welt seinen Weg.
Lasse ich die Leine los, rennt er allerdings nicht weg, sondern bekommt wohl irgendwie schon mit, wo ich hingehe und geht da auch.
Aber ich will mehr Aufmersamkeit, sonst kann ich das Thema andere Hunde erst gar nicht richtig angehen *jammer*
Ich hoffe, ich hab halbwegs verständlich rübergebracht, worums mir geht und nu warte ich auf eure tollen Ideen, auf die ich nicht komme
Liebe Grüße
Ly |
_________________ Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. Goethe |
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Stef
Leitwolf



Alter: 42
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Ich hab hier auch so ein Exemplar hocken Ob's an der Fellfarbe liegt :
Wir sind ja jetzt in der Hundeschule. Das klappt wider erwarten auch gut, allerdings hat sie sich jetzt an die "Klassenkameraden" ziemlich gewöhnt und bleibt recht ruhig und schafft es auch, sich zu konzentrieren.
Ich übe mit Corazón jetzt bis zum Erbrechen "kuck". Im Haus glotzt sie mich jetzt fast permanent an Draußen läßt es noch zu Wünschen übrig, aber es wird langsam. Corazóns Frühstück wird jetzt auch ersatzlos gestrichen, das gibt's nur noch in Einzelbrocken, wenn sie mich draußen anschaut.
Aber meistens ist jede Ameise interessanter als ich.
Bin auch für neue Anregungen zu haben  |
_________________ Stef
Vierbeiner-Blog |
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Kirsten
Moderator



Alter: 42

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Ich geselle mich dann mal zu euch und nun haben wir den empirischen Beweis, es liegt an der Fellfarbe.
Nee Mädels, im Ernst ich fürchte da hilft nur üben, üben, üben und hartnäckiger sein als das kleine Biest am anderen Ende der Leine...
Bei uns sind es ja nicht andere Hunde, die Linas Aufmarksamkeit so beanspruchen, bei uns ist es das jagbare Kleinviehzeugs... jeder Vogel war spannender als ich.
Eddie würde jetzt vermutlich sagen wir müssten spannender für unsere Hunde werden, leider ist genau das manchmal eben gar nicht so einfach.
Einen ersten kleinen Erfolg hatte ich erstmals bezüglich der Aufmerksamkeit auf mich, als ich damals im Garten die Katze gefangen habe. Lina hat dabei übrigens ganz prima im Team mit mir gearbeitet, superbrav und hochkonzentriert hat sie auf Anweisung das hintere Ende der Efeuwand abgesichtert ohne hysterisch im Alleingang zu versuchen die Katze zu erwischen. Das hat mich dann doch irgendwie nachdenklich gemacht, denn das war ganz klar eine saubere Aufgabenteilung wie in einem normalen Rudel. Irgendwas schien mich an dem Tag in Linas Augen zu einem hochqualifizierten Ober-Katzen-Jäger zu machen (na ja, ich hatte ja auch Erfolg und hab´das Tier gekonnt aus dem Busch gefischt und in eine Box verfrachtet).
Ich dachte, wenn ich schonmal soviel Gelegenheit habe Eindruck bei meinem Hund zu schinden, dann muss das ausgenutzt werden und weil sämtliches Spielzeug total öde ist beim Spaziergang und Futter auch nur solange interessiert bis man satt ist, binde ich Lina jetzt eigentlich mit dem an mich, was sie am liebsten tut: irgendwas Jagbares aufstöbern und genauer angucken.
Seitdem entdecke ich, der Ober-Jäger, die tollsten Mäuselöcher, finde die pieksigsten Igel, fixiere Eichhörnchen auf Bäumen, sammel die leckersten Stöckchen auf, beobachte Kaninchen, locke Enten und Schwäne ans Ufer und man glaube es kaum, ich habe mit begeistertem "Uiuiuiiiiiii" sicher schon hunderte von fast unsichtbaren Hundeleckerchen im hohen Gras gefunden. :mrgreen: Wenn mich einer sieht, muss er mich für total bescheuert halten, aber egal, es scheint recht gut zu funktionieren. Ist vielleicht noch nicht das Gelbe vom Ei, aber besser als nichts...
Was sich daraus praktisch für Sammy und Corazon ableiten läßt, weiß ich auch nicht. Vielleicht könnte man bei Sammy mit spannenden Geräuschen arbeiten...
LG
Kirsten |
_________________ Wenn die Sonne der Bildung untergeht, werfen sogar Zwerge lange Schatten...  |
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Beate
Leitwolf



Alter: 47

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Nein, es liegt nicht an der Fellfarbe, dass können weisse Hund mit ein paar schwarzen Flecken auch!!!!
Ich finde das Thema ja auch immer schwierig. Es gibt da so ein paar Übungen (wie z.B. das Longieren - aber das liegt bei mir ja noch iin der Erprobungsphase) bei denen der Hund (angeblich ) eine super enge Verbindung zu seinem Halter bekommt und (das ist mein Ziel) auch auf Distanz ein gutes Gehorsam zeigt.
Dies, sowie ein paar andere Übungen sind aber leider nicht für einen blinden Hund geeignet, da es dort immer um den Blickkontakt geht.
Vllt. versuchst du es mal nach Jan Nijboer. Bindungsaufbau durch Fütterrung der gesamten Nahrung aus der Hand. D.h. die Fütterung erfolgt ausschließlich über Dich und nicht aus dem Napf. Der Rest der Abends über geblieben ist wird dann beim Schmusen gegeben.
Oder du springst in ein Becken mit öligem Fischtran .
LG Beate |
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FairyLy
kleine Fee für alle Felle



Alter: 30

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Beate hat folgendes geschrieben: ›
Vllt. versuchst du es mal nach Jan Nijboer. Bindungsaufbau durch Fütterrung der gesamten Nahrung aus der Hand. D.h. die Fütterung erfolgt ausschließlich über Dich und nicht aus dem Napf. Der Rest der Abends über geblieben ist wird dann beim Schmusen gegeben.
Das geht bei uns leider nicht :-( Sammy bekommt Morgens sein Futter, wenn ich weggehe, damit er erst mal was zu tun hat und mir nicht hinterherkläfft... und wenn ich dann die zweite Portion wieder nachmittags auf dem Spaziergang geben würde, wäre das erstens zu früh und zweitens nicht besonders effektiv.
Aber ich hab das auch schon ein paar Wochen probiert, mit dem Erfolg, dass die Nachbarn sauer waren, weil der Hund am Tor stand und bellte, wenn ich wegfuhr und der Hund nichts mehr zu fressen bekam, weil es ihn auf dem Spaziergang trotzdem nicht gejuckt hat (ich weiß aber auch immer noch nicht, ob ein paar nachbarn ihm nicht was zustecken, wenn ich weg bin ;-) ).
Zitat: › Oder du springst in ein Becken mit öligem Fischtran  .
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_________________ Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. Goethe |
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Kerstin
Leitwolf



Alter: 36

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Hmmmm Marion,
die Idee mit den Geräuschen viel mir auch Spontan ein als ich dies las.
Ich weiß nur bei Rocke klappt es nur, wenn er weiß ich habe Leckerchen in der Tasche, da kommt er ohne was zu sagen von allein. Ohne Leckerchen, da steh ich und suche Sachen im Wald die ach so fein sind, das juckt den gar nicht.
Irgendwie haben wir doch alle das gleiche Problem
Eddie würde jetzt vielleicht zum Clicker raten,
und sonne komische Tierpsychotante aus TV zum Halti
Ich weiß noch, das wir damals in der Huschu, spielchen gemacht haben. Also das Eierlaufen was wir ja alle kennen. Dabei musst du dich ja auf Löffel und Ei konzentrieren und nicht auf den Hund. Der Hund soll so lernen auf dich zu achten, also was du gerade machst.
Meine Ma hat mir mal erzählt, dass sie sowas im Tv gesehen hat. Der Frau haben sie die Augen verbunden und ihr die Leine in die Handgedrückt. Da war die Frau natürlich beim Laufen sehr unsicher und der Hund hat sich supi auf die Frau konzentriert.
Und in der Huschu uhaben wir sachen aus dem Dog Dancing mit gemacht, Dabei lernt der Hund sich auch auf dich zu Konzentrieren.
Ui da ist mir ja doch noch was eingefallen, vielleicht sollte ich das auch mal machen
Aber wenn ich so mit verbundenen Augen im Wald umher irre.......... wo lande ich da nur???
Gruß Kerstin |
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Martina
Althund



Alter: 44

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Huhu Marion!
Geduld hast du, das weiß ich. Auch viel Geduld? Seeehr viel Geduld?
Dann kann ich mir - gerade für einen blinden Hund wie Sammy - eine Abwandlung der Schlegelmethode gut vorstellen, die allerdings ganz bestimmt nicht jedermanns Sache ist.
Vorab: ich hab nie einen seiner Kurse mitgemacht und kann hier nur die Anleitungen, der er eine Zeitlang in seinem Forum gegeben hatte, -verkürzt - wiedergeben. Letztlich denke ich aber ohnehin, dass man sich mit Feeling für seinen Hund gut sein eigenes Ding daraus stricken kann.
Also:
Den (unausgelasteten) Hund an Leine, nix sagen, nicht gehen, nix, gar nix
(der Hund sollte sich vorher gelöst haben!)
Guckt Hund dich (vermutlich fragend) irgendwann an, sofort "Fuß!" und losgehen und in gut zügigem Tempo (fast Wolfstrab) weitergehen.
Guckt Hund weg, SOFORT ein ganz kleines bißchen an der Leine zupfen (nicht rucken!), wenn Hund dann guckt: loben und weitergehen; wenn Hund nicht SOFORT guckt: kommentarlos stehen bleiben - und wieder nix, nix, nix (egal, was Hund veranstaltet - nur hinlegen sollte er sich möglichst nicht).
Bis er wieder guckt; dann geht's von vorne los.
Anfangs kann das ewig dauern. Beim ersten Mal schaffst du's vielleicht in 30 Minuten nur soweit, wie du spucken kannst.
Deshalb empfahl Schlegel, sich für die ersten Male einen sehr schönen Platz auszusuchen, wo man gerne einfach mal ne halbe Stunde tatenlos rumsteht. Ruhig sollte es dort auch sein, weil dann der Außenreiz / die Ablenkung für den Hund geringer ist.
Ich hab zuerst nachts im Park geübt, immer mit ner Schachtel Fluppen in der Tasche.
Das Ganze kostet Hund und Mensch am Anfang den letzten Nerv (deshalb soll man das auf keinen Fall länger als eine halbe Stunde machen - beide werden danach ziemlich erschöpft sein). Dann sofort ab nach Hause; ohne weiteres Spiel oder Freilauf. Hammerhart, aber wenn der Hund es einmal gerafft hat, sitzt das ziemlich gut.
Die Ursprungsvariante war, dass man schon dann zupft und stehen bleibt, wenn der Hund auch nur 20 cm zu weit vom Bein nach vorne abweicht. Ziel ist (neben der größeren Aufmerksamkeit) das straffe bei-Fuß-gehen am Knie mit ständigem Blickkontakt. Immer. Erst ohne, dann zunehmend mit Ablenkung. Schlegel plante ein halbes Jahr täglichen Trainings (mindestens 150 Wiederholungen) dafür ein.
Ähnlich wie beim Clickern soll der Hund selbst darauf kommen, was von ihm erwartet wird. Das "Fuß" ist Click (jetzt geht's endlich los) und Kommando zugleich, das Laufen ist die Belohnung.
Ich hab das vor rund zwei Jahren ein paar Wochen lang mit Kira geübt, aber in abgeschwächter Form:
Das ausschließliche "Fuß" mit Angucken fand ich für den Alltag eine Zumutung (zumal Kira extrem ungerne langsamer als im Trab läuft) und hab zusätzlich zum "Fuß" das großzügigere "bei mir" eingeführt. Damit darf sie eine halbe Körperlänge vorlaufen und mir reicht ein gelegentlicher Blickkontakt.
Spaziergänge mit Quasseln und womöglich weiteren Hunden schafft Kira nicht so, aber solange die Ablenkung (auch meine eigene) nicht zu groß ist, kann ich sie z.B. auf dem Gehweg entlang der Straße heute entweder ausbremsen, indem ich meinen Schritt verlangsame: sie guckt, und wird langsamer, bis sie wieder neben mir läuft. Oder, wenn das nicht reicht, mache ich einen scharfen "ssss"-Ton (den hatte ich nach einer Weile zusammen mit dem Zupfen eingeführt), so dass ich sie offline relativ gut an meiner Seite halten kann und sie mich immer mal wieder dabei anguckt. Offline geht das bei Kira seltsamerweise besser als mit Leine. Da dürfen auch ruhig Leute laufen oder Fahrräder vorbei fahren. Bei Hunden klappt's nicht mehr. Wie gesagt: das Üben war vor zwei Jahren und nur für ein paar Wochen (nicht mal täglich).
Vielleicht wär das was für Euch. Aber nach meiner eigenen Erfahrung würde ich dir davon abraten, es nur ein-, zweimal anzutesten. Die ersten Male sind nur anstrengend und frustig. Wenn du es nicht mehrere Wochen möglichst konsequent durchziehst, holst du dir und Sammy nur entmutigendes (und für Sammy verwirrendes) Scheitern rein.
LG
Martina |
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Stef
Leitwolf



Alter: 42
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Hallo Martina,
das liest sich sehr interessant! Ich glaube dir aber gerne, daß es am Anfang ewig dauert, bis einen der liebe Vierbeiner anschaut
Ich mache bei Corazónwenn sie zieht, gerade eine abgeschwächte Form. Madam zieht, ich bleibe stehen, wenn sie zu mir kommt (die 2m-Leine ist ja net soo lang) und mich anschaut, geht's weiter. Zeitweise ist die Strecke, die wir so zurücklegen, aber auch nicht so überzeugend
Wenn ich das fußlaufen mit ihr übe und sie ja Blickkontakt halten soll, laufe ich möglichst chaotisch, mit vielen Wendungen, Zickzack usw. Dann ist sie aufmerkamer, nur ob das bei einem blinden Hund funktioniert, weiß ich nicht : Laufe ich hauptsächlich geradeaus, guckt sie in der Welt herum. |
_________________ Stef
Vierbeiner-Blog |
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Karin
Althund



Alter: 50

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ich mit meiner dusseligen ahnung ...
nur mal so fräge..ich habe festgestellt, das hunde auf summen oder ein pfffffffffft ...sehr gut anfangen zu fixieren, weil DAS keine normalen geräusche für sie sind...müsstes ihr mal ausprobieren ...also biene und einige andere hunde finden das total klasse und gucken dann einen direkt an, wohl weil sie das geräusch nicht zuordnen können ...
ich hab im wald eine frau kennengelernt, die nen blinden und fast tauben dobi hat ...die kommuniziert mit ihrem hund über fussstampfen ...also so mit dem fuss auftippen ...und ich konnte das erst garnicht glauben ..aber auf ein fusstippser setzte sich der hund ..auf 2 dann platz ...und wie die 3 mal auftippte ...lief der bei fuss mit ihr weiter ....fand ich echt bemerkenswert |
_________________ Fröhliche Menschen sind nicht bloß glückliche,
sondern in der Regel auch
gute Menschen.
Biene ist klein, aber OHO
und carlito ist noch viel kleiner und AHA |
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Angi
Junghund



Alter: 43

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Hallo Ly,
Alino interessiert sich draußen auch nicht sehr für Menschen, auch für's Frauchen nicht. Er schaut mich zwar auf Kommando an, aber so stellt man sich das beim Spazierengehen ja nicht wirklich vor. Man möchte ja, daß sich der Hund immer mal wieder nach einem umdreht und schaut, was man so macht und ob man das, was er so macht ok findet. Ich hab' das mit der 10 m-Leine und dem Clicker geschafft. Und es hat auch geholfen, daß mein Hund irgendwann mal älter als drei war und langsam erwachsen wurde
Viel Erfolg |
_________________ Angi + Alino |
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Beate
Leitwolf



Alter: 47

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Huhu,
ich habe da mal eine Frage. Sucht ein blinder Hund überhaupt "Blickkontakt"? Bei all diesen Methoden geht es um Blickkontakt in Richtung Halter aber macht ein blinder Hund das auch? Nur mal so ne Frage, ich denke das ein blinder Hund lediglich ein leichtes Kopfdrehen zeigt um besser in die Halterrichtung hören oder schnüffeln zu können.
So wie ich versuche (!) den tauben Hund über Sichtzeichen zu führen würde ich einen Blinden über Hörzeichen konditionieren. Neue Übung mit neuem Zeichen (schnalzen, klatschen, Zischlaut oder einfach ein "neues" Wort) von vorne anfangen, Superleckerlie als Lohn. Den Zeitraum von einem halben Jahr bei tgl. üben finde ich realistisch. Wenn der Hund es ein paar mal gut gemacht hat ein Spiel mit ihm machen was er liebt und aufhören.
LG Beate |
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FairyLy
kleine Fee für alle Felle



Alter: 30

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Aaaalso,
erst mal sorry, dass ich erst jetzt zum antworten komme und vielen Dank für die vielen tollen Gedanken, die ihr Euch macht.
Zuerst mal: Sammy war ja nicht immer blind, er ist vermutlich gar nicht so lange, bevor er zu uns kam, blind geworden. Im Haus und auch in unserem Garten sucht er "Blickkontackt". Er himmelt mich an und kann im Garten so toll neben mir Fuß laufen, auch mit ständigem tollen "Blickkontakt", dass man nie denken würde, dass er blind ist. Und auch wenn er Geräuche hört etc. "schaut" er dort hin. Von dem Standpunkt aus gesehen, sollte es also eigentlich kein Problem sein.
Sobald wir aber eben das Grundstück verlassen, ist er der Chef im Ring, er entscheidet, er läuft vorraus und ich kümmere ihn nicht mehr besonders. Da kann ich komische Bogen laufen, wie ich will, Geräuche machen wie eine total Irre oder was auch immer.
Martinas Methode klingt gut, hatte ich auch schon mal probiert, war aber vermutlich nicht konsequent ausdauernd genug.
Wenn ich einfach stehenbleibe, schnüffelt Sammy die Gegend in Leinenreichweite in Ruhe ab und wenn es ihm zu langweilig wird, legt er sich halt hin und döst. Keine Interesse für mich. Und hinlegen soll er sich ja nicht. Aber wie verhindere ich das? Wenn ich dann irgendwie reagiere, verstärke ich ja das hinlegen :
ratlose Grüße
Ly |
_________________ Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. Goethe |
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Martina
Althund



Alter: 44

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Huhu Marion,
hier gilt wie sonst auch: sturer sein als der Hund.
Das Hinlegen kannst du vielleicht nicht ver-, aber behindern, in dem du die Leine kurz nimmst. Nicht straff, nur ohne Spielraum. Wenn Sammy sich da reinhängt, ist das seine Entscheidung.
Schnüffeln im Stehen ist natürlich auch nicht okay. Die Leine sollte fürs Stehen und Sitzen reichen, aber nicht um den Kopf runter zu beugen oder sich hinzulegen.
Es geht aber nicht darum, hieran einen Machtkampf zu entfachen, sondern nur darum, Sammy das Schnüffeln oder Hinlegen nicht als kurzweilige oder gemütliche Lösung zu gewähren.
Aber selbst wenn er sich in die kurze Leine hängt, mach das mal zwei Wochen lang:
Rausgehen, Pinkeln, Ka..., Stehenbleiben, Abwarten, ungemütliches Hinlegen, ab nach Hause (am besten gleich um die Ecke oder ins nahe Auto). Ich kann mir nicht vorstellen, dass man einen Hund, der wenigstens über einen Rest an Vitalfunktionen verfügt, damit nicht irgendwann weich gekocht kriegt.
Wichtig ist dabei vor allem eins: DU bist absolut entspannt und ruhig. DU bist bestens zufrieden. DU bist nicht genervt, nicht enttäuscht, schon gar nicht wütend. Der einzige, der ein Problem hat, ist dein Hund. Und dafür bietest du ihm eine ganz einfache Lösung an...
Sobald er dich anguckt, natürlich: freuen und loben wie hulle! Und losgehen (für s Losgehen braucht Sammy vermutlich ein Wortkommando wie z.B. "Fuß" oder "bei mir" - in dem Moment sollte er möglichst keinen Zug auf der Leine spüren). Das ist wie beim Clickern. Der Hund muss alleine darauf kommen, was du von ihm willst, und bekommt die Bestätigung SOFORT.
Laut Schlegel macht man lange nix anderes als das gemeinsame Laufen mit Angucken. Mit Schleifen, Slalom und Richtungwechseln, ums für den Hund spannender zu machen.
Aber auch das fand ich zu einseitig. Als es mit Kira einigermaßen klappte, habe ich auch kurze Ballspiele (sitz, bleib, fang, aus) und Laufen über Baumstämme etc. eingebaut. Eben alles, was an der Leine ging.
LG
Martina |
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FairyLy
kleine Fee für alle Felle



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So, heute ist der erste Tag, an dem es nicht regnet und deswegen gehen wir jetzt raus und stellen uns dem Kampf *grins*
Mal schauen, wies klappt, ich werde dann mal berichten, wie weit wir gekommen sind
Bis später |
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Martina
Althund



Alter: 44

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Ich drücke Dir feste die Daumen!! Genieße das schöne Wetter!
Nachtrag: Kira hat die ersten drei Male jeweils nach kurzer Zeit gezittert wie Espenlaub. Mitleiderregend. Ich wußte aber da zum Glück schon, dass das eine Masche von ihr ist, wenn sie bettelt.
Kopf hoch! Dein Sammy ist ein schlaues Kerlchen. Ihr kriegt das bestimmt hin!
Lieben Gruß
Martina |
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