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Kirsten
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Beitrag Verfasst: Sa 17 März, 2007 13:02 Antworten mit Zitat

Morgen Leute,
keine Panik wegen der Überschrift, es gibt hier keinen aktuellen Anlass dafür, ist also mehr eine theoretische Frage. Icon Zwink

Allerdings beschäftigt mich das schon ein Weilchen, genau genommen, seit uns vor zwei Jahren in Frankreich so ein kampfbereites Dogo Argentino-Weibchen unerschrocken und geifernd aus dem Nichts entgegen trat. Das Biest hatte es eindeutig auf Lina abgesehen und wir alle sind diesem Monster nur mit viel Glück ohne Blessuren entkommen.
Damals bin ich ja todesmutig und unerschrocken auf das Vieh zumarschiert während Olaf hinter meinem Rücken so schnell wie irgend möglich mit Lina die Flucht über die 4-spurige Stasse antrat. Mit meinem durchaus mangelhaften Französisch habe ich das riesen Tier immerhin so lange irritieren können, bis meine Schätzchen in Sicherheit waren, allerdings hätten zwei riesige Kiefer dann noch fast noch mein Knie zermalmt, wie gut, dass ich doch zu schnellen Reflexen fähig bin. Icon Zwink
Ist ja alles nochmal gut gegangen, obwohl ich ehrlich zugebe, soviel Schiss hatte ich, in inzwischen mehr als 20 Jahren Hundehaltung, noch nie und eigentlich war es echt ziemlich blöd von mir, das wäre nämlich wirklich nur um Haaresbreite ganz anders ausgegangen... Confused
Wenn das mit der Flucht über die Strasse nicht geklappt hätte, dann wäre es mit ziemlicher Sicherheit zu einem echt fiesen Hundekampf gekommen und Linas Chancen dabei wären sicher nicht sonderlich gut gewesen, dieser Monsterhund war am Kopf schon total vernarbt, der verfügte zweifelsohne über entsprechende Kampferfahrung... Sad

Vorbeugen ist zweifelsohne besser und Vorsicht ist die Mutter aller Porzelankisten, keine Frage, aber die Begebenheit hat mir einmal mehr aufgezeigt, dass man ganz schnell auch ohne eigenen Fehler und ohne große Vorwarnung mitten drin stecken kann. Sad
Ich meine dabei nicht diese lauten Krakelereien mit ein bisschen Fellgerupfe, die sich in der Regel von alleine geben oder die man mit Leine loslassen, Weggehen etc. regeln kann.
Was macht man, wenn sich zwei Hunde echt am Pelz haben und dabei deutlich mit offenkundiger Beschädigungsabsicht unterwegs sind?
Ich weiß, das klingt komisch sich darüber Gedanken zu machen, aber andererseits ist es vielleicht gar nicht so blöde das mal vorher zu tun um im entsprechenden Notfall, der hoffentlich nie eintritt, dann auch richtig und nicht völlig kopflos zu reagieren...

Ich habe gestern in einem anderen Forum von einem Fall gelesen, in dem  zwei Rüden, die eigentlich zusammen lebten, so aneinander geraten sind, dass die Besitzer diese nur mit Mühe trennen konnten, wobei der Halter dann selbst auch ordentlich was abbekommen hat, weil er beherzt versucht hat dazwischen zu greifen und zu trennen.
Klar weiß man, dass man seine Griffel besser nicht in einen echten Hundekampf steckt, aber Wissen und Handeln sind zwei paar Schuhe und mal ehrlich, kaum einer wird ruhig zugucken wenn er das Gefühl hat, sein Liebling wird gerade zur Vorspeise und sich entsprechend hilflos plötzlich in so einer Situation wieder findet...

Den Trick die beiden Kontrahenten an den Hinterbeinen zu fassen, wie beim Schubkarre fahren und mit einem kräftigen Ruck ineinander zu schieben, kenne ich. Dabei wird darauf gezielt, dass beide vor Schreck kurzfristig ihre Kiefer öffnen und man sie so auseinander bekommt. Was sicher erfolgversprechender ist, als einfach so zu versuchen sie auseinander zu ziehen, weil sonst der Reflex zum Festhalten und Nachgreifen noch größer wird. Klingt auch erstmal ganz einfach, aber geht nur, wenn man zu zweit ist, gut koordiniert und auch selbst einiges an Kraft mitbringt. Wenn ich Schrumpfgermane das im Fall der Fälle mit dem Dogo Argentino-Weibchen versucht hätte, hätte ich mich wohl eher lächerlich gemacht...

Der zweite Trick, den ich kenne, ist der mit dem Halsband umdrehen. Dabei greift man ins Halsband, dreht dieses einmal und schnürt dem Kontrahenten so kurzfristig ordentlich die Luft ab. Der Hund muss loslassen um zu atmen und genau dann kann man ihn wegziehen. Funktioniert so ähnlich wie mit den Knöcheln feste zwischen die Halsmuskulatur drücken (da laufen Nerven und Blutbahnen zum Gehirn lang und reflexartig lässt der Hund dann los). Klappt natürlich nur, wenn da auch ein Halsband um den Hund ist und birgt auch immer noch für den Ausführenden erhebliche Gefahren, weil man ja in die Kopfnähe des Hundes muss und das ist in solchen Fällen meist genau die heiß umkämpfte Region. Confused Ist also was, was ich nie einem Anfänger empfehlen würde und selbst bisher auch nur zweimal mit einem liebestollen Rüden gemacht habe, als die Besitzer zu blöd waren ihren Hund selbst von meiner läufigen Hündin zu pflücken. Weil ich da nicht wusste, wie die hormongesteuerten Jungs auf mich reagieren würden (der eine schnappte schon nach mir), habe ich sie halt kurzfristig so schachmatt gesetzt.

Dann gibt es ja noch den ewigen Rat mit dem Wasser drüber kippen, wobei ich denke, dass man zwei echt ineinander verbissene Hunde schon beinahe ersäufen müsste um da kurzfristig Ruhe hinein zu bekommen. Und solche Mengen Wasser führt man ja nun auch selten beim Spaziergang mit sich. Icon Zwink

Irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass Hundeplätzler mit einem gut gezielten Tritt hinter den letzten Rippenbogen arbeiten, weil dem Hund auch da die Luft wegbleibt. Die Anweisung zeigt auch gleich schon die Schwachstellen dieser "Lösung" auf. Gut zielen ist in so einem Tumult wahrlich nicht einfach, allein schon bei der Dosis des Trittes kann man sich sicher übel vertun und im Allgemeinen führen Schmerzen ja nun eher zu noch stärkerer Gegenwehr. Kann sein, dass Hundeplätzler das drauf haben, aber ich denke, der 08/15 Hundehalter sollte es wirklich lieber lassen. Abgesehen davon zählt Hundetreten nun ohnehin nicht unbedingt zu den von mir favorisierten Verhaltensweisen...

In dem Forum wurden noch drei andere, mir recht praktikabel erscheinende Ansätze vorgeschlagen.

Nummer eins:
Decke oder Mantel über Kampfhähne werfen.
Soll irgendwie dafür sorgen, dass beide ziemlich verdattert sind und sich zunächst neu orientieren müssen. Klingt für mich gut, eine Jacke hat man auch draußen meistens dabei und birgt höchstens für die Jacke ernst zu nehmende Verletzungsgefahren. Einen Versuch wäre es jedenfalls wert. Icon Zwink

Nummer zwei:
Taschenalarm zwischen die beiden Kämpfenden werfen.
Die Dinger sind wirklich ungeheuer unangenehm laut (wir hatten die mal auf einer Gewaltpräventionsveranstaltung). Der Krach soll ebenfalls irritieren, da Hundeohren ja entsprechend empfindlich sind. Im Internet und Zooladen werden sogar extra so Hundehupen in Sprayflaschen angeboten, die auch so einen Lärm machen, allerdings haben die wohl Funtionsstörungen wenn es draußen kalt ist, deshalb soll ein Taschenalarm besser sein. Allerdings ist das sicher nur was für draußen, drinnen angewendet finden sich hinterher sicher alle Anwesenden beim HNO-Arzt wieder...

Nummer drei:
Mundspray gezielt in Richtung Hundeschnauzenregion sprayen.
Hunde finden ätherische Öle, ob der größeren Anzahl ihrer Geschmacks- und Geruchpapillen einfach ekelig. Wenn das klappt, fände ich das gar nicht so schlecht. So ein Mundsprayfläschchen ist klein, kann man auch für friedliche Zwecke immer mal gebrauchen Icon Zwink und richtet, soweit mir bekannt, zudem auch keine wirklich bleibenden Schäden an, jedenfalls geringere als bei einer bösartigen Beisserei nicht ohnehin entstehen. Und ist sicher allemal besser als das im Handel angebotene Pfefferspray, bei dem man ja vorher noch intensiv die Windrichtung eroieren muss um nicht hinterher der Einzige mit Würganfällen zu sein... Außerdem hat selbst die Polizei inzwischen gemerkt, dass Pfefferspray bei entsprechendem Adrenalinausstoß oft wirkungslos scheint... Aber da liegt für mich auch der Kasus Knacksus wenn Pfefferspray nicht wirkt, wirkt dann wirklich z.B. Odol? Und macht das "Aua" in Augen und Nase nicht vielleicht noch viel wütender?

So und nun meine Fragen:
Hat mit den oben genannten "Tricks" schon einer von euch Erfahrungen machen müssen? Oder gibt es vielleicht noch viel bessere, weil weniger rabiate Methoden? Was kann man im Fall der Fälle Sinnvolles machen und was sollte man tunlichst besser lassen?
Nicht dass jetzt einer erschrocken denkt, hier würden nur Bestien rumlaufen, Lina wäre ein "Killer" oder ich würde unter Verfolgungswahn leiden und nun nur noch bis unter die Zähne bewaffnet ins Freie treten wollen. Ich hoffe inständig, nie in die Situation zu geraten einen Beschädigungskampf unterbrechen zu müssen. Ist wirklich nur rein hypothetisch gefragt, eben weil ich in dem oben erwähnten Fall gemerkt habe wie hilflos ich trotz meines ganzen Wissens über Hunde war und wie schnell es plötzlich gehen kann... Icon Zwink

LG
Kirsten

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Stef
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Beitrag Verfasst: Sa 17 März, 2007 13:29 Antworten mit Zitat

Und ich kann dir sagen, die meisten Tricks helfen wenig...
editiert, siehe PN, Gruß Ly

Ich habe festgestellt, Wasser drüberkippen bringt nichts. Nicht mal eine Schrecksekunde.
Halsband greifen und umdrehen hab ich mal versucht, ist aber saugefährlich, weil das 2. Hundemaul meistens in der Nähe ist (und meine Hand dann darin gelandet ist und war anschließend gelocht).
Dazwischen gehen wollen ist auch blöde, ich bin dabei ins Knie gebissen worden Sad
Ist der zweite Hund "friedlich" kann man es machen, es bringt aber nicht wirklich viel, weil ich 58-kg-Persönchen Corazón nicht die Luftzufuhr abdrehen kann. Bei Inkas Stiernacken dürfte das noch viel weniger funktionieren.

Das was bei uns geholfen hat, war wirklich, die beiden Hunde um die Hüften packen und auseinanderziehen (geht aber nur, wenn das Platzangebot für die Hunde beschränkt ist, ansonsten kriegt man sie nicht zu packen).

Hund anbrüllen bringt auch nichts und auch nichts, was dem Hund Schmerzen zufügt, das feuert nur an.

Allgemein denke ich, daß man 2 Rüden leichter auseinander bringt als 2 Hündinnen.

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Stef

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Stef
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Beitrag Verfasst: Sa 17 März, 2007 13:39 Antworten mit Zitat

Stef hat folgendes geschrieben: ›

Einen Satz habe ich oben an die falsche Stelle geschrieben:

Ich habe festgestellt, Wasser drüberkippen bringt nichts. Nicht mal eine Schrecksekunde.
Halsband greifen und umdrehen hab ich mal versucht, ist aber saugefährlich, weil das 2. Hundemaul meistens in der Nähe ist (und meine Hand dann darin gelandet ist und war anschließend gelocht).
Ist der zweite Hund "friedlich" kann man es machen, es bringt aber nicht wirklich viel, weil ich 58-kg-Persönchen Corazón nicht die Luftzufuhr abdrehen kann. Bei Inkas Stiernacken dürfte das noch viel weniger funktionieren.

Dazwischen gehen wollen ist auch blöde, ich bin dabei ins Knie gebissen worden Sad


Wie gesagt ich würde die Hunde auch nicht treten oder sowas. Das beste ist wirklich RUHE bewahren und die eigenen Knochen in Sicherheit bringen und dann gucken, was man machen kann. Dabei aber nicht hektisch werden (auch wenn man kurz vor dem Herzkasper steht).

Das zusammenschieben ist auch graue Theorie, die Hunde fangen an sich zu winden wenn sie hinten den Bodenkontakt verlieren.

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Stef

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Kerstin
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Beitrag Verfasst: Sa 17 März, 2007 13:49 Antworten mit Zitat

Zu Kirsten.....
Puhhh du kannst Fragen stellen....da musste ich mir noch nie Gedanken drum machen, weil ich noch nie sonne Sit. mit dem Herren hier hatte.
Klaro , kleine Auseinandersetzungen gibet es wohl bei jedem. Und da denke ich reicht es wenn man kurz mal etwas sehr laut wird, oder man das Glück hat seinen Hund abzurufen.

Aber bei ner richtigen Beißere..... ich wüsste echt net ob ich da allein zwischen gehen würde. Ich denke in der Sit, isset deinem Hund auch egal und beißt dir vielleicht in den Arm.
Das auseinander ziehen der Hunde ist da wohl die logischte Lösung. Und im Normalfalle ist ja dann auch der andere Hundebesitzer zur Stelle der mit eingreifen kann. Oki das mit dem Höllenhund ist schon ne extrem Sit gewesen, weil er ja allein dort zum Vorschein kam.  Das auseinader ziehen hab ich damals in der Huschu gesehen, als sich zwei Junghunde hatten. Oki Junghunde, aber zwei Yorkis sind auch net gerade groß und haben net die Beißkraft wie ein ausgewachsener Goldie z. B.

Zu den anderen Beispielen von dir....
also mir die Taschen vollzupacken mit Odol, obwohl man weiß ja nie wen man trifft, Pieper oder Wasserflasche.......
Also da muss ich aber recht fix sein und sehr gut zieheln können, um Odol zielgenau auf die Nasen zu bekommen. Und da ist das Problem .....Ich denke die beiden Hunde sind in der Sit soooo beweglich das man es gar net schaffen kann....

Ich muss ja die Tage7Woche ja zur Huschu, ich kann ja mal dort fragen ob es eine Richtige Lösung gibt!!!!

Aber jetzt sagt mir mal bitte wer, warum Rüden eher loslassen als Hündinen?????

Gruß Kerstin

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FairyLy
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Beitrag Verfasst: Sa 17 März, 2007 15:28 Antworten mit Zitat

@Kirsten: Eine "richtige" Lösung habe ich bisher auch noch nicht gefunden, aber Goth sei dank auch noch nicht allzuoft was ausprobieren müssen.
Die Sache mit dem Tritt habe ich mal gesehen (nicht selbst gemacht). In der Situation hat es funktioniert, der Hund hatte allerdings noch tagelang Schmerzen und humpelt seitdem (ist mehr als 10 Jahre her) immer bei schlechtem Wetter nochmal wieder auf dem Hinterbein auf der Seite. Die Chance, dass man was kaputt macht ist also recht hoch. Andererseits, wenns eh um Leben und tot geht bei den Hunden... man weiß es nicht...
Und der Rüde hat sich die Zeit danach dreimal überlegt, ob er einen anderen Hund angreift...
Bisher kam ich persönlich mit auseinanderziehen noch immer klar, kann mir aber durchaus Situationen vorstellen, wo das nicht mehr geht.
Zum Odol teile ich Kerstins Meinung, da nah genug ranzukommen ist gefährlich und schwierig...

@Kerstin: Die Kämpfe von Rüden sind meistens nicht ganz so Ernst, wie die von Hündinnnen. Das Rüden sich gegenseitig tatsächlich umbringen wollen, ist Goth sei Dank sehr sehr selten. Bei Hündinnen dagegen ist es, wenn sie dann aneinandergeraten, oft ernster und mit mehr Beschädigungsabsicht.

LG
Ly

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Kirsten
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Beitrag Verfasst: Sa 17 März, 2007 15:47 Antworten mit Zitat

Zitat: › Aber jetzt sagt mir mal bitte wer, warum Rüden eher loslassen als Hündinen?????

Weeeeeeeeeeeil, bei den meisten Arten männliche Tiere im Normalfall nur Kommentkämpfe führen, soll heißen: die machen Showkämpfe mit viel Gebrüll und Geprotze, aber eben mit ritualisierten Verhaltensmustern. Ziel der Sache ist auf diese Weise heraus zu bekommen, wer von zweien der Fittere ist, der darf sich dann an die Mädels ranschmeißen.
Der Versuch den unterlegenen Gegner dabei zu killen macht für die Natur wenig Sinn. Bei einem Ernstkampf  riskieren beide schwerer verletzt zu werden und da derartige Kommentkämpfe in der "Brunftzeit" halt vermehrt vorkommen, würden dann ja jede Menge Schwerverlezte herum laufen, was der Fortpflanzung nun wahrlich nicht unbedingt zuträglich ist, deshalb hat die Natur da den ritualisierten Kampf erfunden bzw. Signale die zum Kampfabbruch führen Icon Zwink In dem zusammenhang muss ich immer an so Spinnertypen vor der Disco denken, die einen auf dicke Hose machen und beim gegenseitigen Anpöbeln immer so hübsch ihre Hälse recken als gehörten sie zur Familie der Echsen... "Wat willst du?" Very Happy
Gleichwohl kann auch so ein Kommentkampf mal aus dem Ruder laufen oder ungewollt z.B. bei extremen Größenunterschieden zu Verletzungen oder zum Tod eines Gegners führen.

Bei den meisten Arten ist der Fall bei Weibchen anders gelagert. Weibchen kämpfen nicht ritualisiert ein oder mehrmals im Jahr. Das erledigen die Jungs und die Mädels suchen sich nur noch den Attraktivsten aus. Icon Zwink
Wenn Weibchen sich zoffen, dann ist also in der Regel der Ernstfall gegeben. In solchen Fällen wäre eine Ritualisierung des Kampfes eher hinderlich, weil es da dann z. B. um das Verteidigen überlebenswichtiger Ressourcen geht (im Gegensatz dazu ist "Poppen" ja nicht unbedingt überlebenswichtig, auch wenn Männer da manchmal vielleicht anderer Ansicht sind Icon Zwink ). Würde man sich da mit: "Na gut Alte, war nicht so gemeint, Schwamm drüber..." trennen, hätten die eigenen Jungtiere vermutlich recht häufig schlechtere Überlebenschancen.
Deshalb wird also bei weiblichen Tieren viel häufiger bis auf´s Blut gekämpft als bei männlichen Tieren.

Ich hoffe, ich hab´s verständlich erklärt. Icon Zwink

LG
Kirsten

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Kerstin
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Beitrag Verfasst: Sa 17 März, 2007 15:52 Antworten mit Zitat

Jau haste,
Hätte ich auch eigentlich selbst drauf kommen können, so oft wie ich Tierfilme gucke Embarassed
Aber dein Poppbeispiel  KKiiirrsssttennn Very Happy

Danke

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Angi
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Beitrag Verfasst: Mo 19 März, 2007 22:52 Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

hab' solch eine Situation glücklicherweise auch noch nicht erlebt, habe aber in der Hundeschule schon mal gefragt, was wäre wenn... Also reinfassen in Kopfnähe fällt aus und auch an den Hinterbeinen nehmen, weil die Hunde dann durchaus nach der Hand beißen, die sie da von hinten packt. Schreien und was dazwischen werfen ist auch nicht gut, weil es die Hunde erst recht anstachelt. Die Trainerin meinte, man könne nur beruhigend auf die Hunde einreden und warten, daß das irgendwann zu den Hunden durchdringt, also Dauerberieselung. Ob man da allerdings die Nerven hat, wenn der eigene Hund da mit drinsteckt, weiß ich nicht.

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Beitrag Verfasst: Mi 21 März, 2007 22:49 Antworten mit Zitat

ich habe die situation schon gehabt.

in einer solchen situation hat man keine zeit zu überlegen wie man lieb die tiere trennt.

ein rottweilerrüde ging auf meinen pflegehund, der aus medizinischen gründen (zahnspange) einen maulkorb trug, los.
das war kein komment sondern bitterer ernst.

in der situation verteidigte ich den pflegi mit aller konsequenz und.

der rottweiler hatte eine angebrochene rippe und ich eine prellung im fuß.

die besitzerin des rottis hätte dann fast noch ein veilchen von mir bekommen.
>ich kann ihn doch nicht halten wenn er einen rüden sieht, deshalb lasse ich ihn ohne leine laufen<

das fand in einem hundeauslaufgebiet statt.

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rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen der überprüfung ihrer kenntnisse

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Julchen
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Beitrag Verfasst: Fr 20 Feb, 2009 22:08 Antworten mit Zitat

Ich arbeite seit über einem Jahr ehrenamtlich im Hundehaus des nahegelegenen Tierheims.
Bis jetzt sind mir auch nur "kleinere Reibereien" untergekommen, die mit einem Eimer Wasser (ich schwöre auf dieses Hilfsmittel!) sofort erledigt waren.
Anders war es gestern....

Sam -unser 4-jähriger Golden-Retriever, der seinen Besitzer ins Gesicht gebissen hatte und deshalb bei uns abgegeben wurde (dieser Hund ist allerdings nicht bösartig, er ist nur absolut nicht erzogen und es wurden ihm niemals seine Grenzen gezeigt) war im Freigehege. Wie auch immer ist Ares - unser 18-Monate alter Rottweiler, der aus finanziellen Gründen bei uns abgegeben wurde (er hat die Grunderziehung genossen) irgendwie auf Sam getroffen, und es ist passiert:

Die beiden haben sich so ineinander verbissen, dass weder Kommandos noch zwei Eimer Wasser noch ein "Kontrollgriff" geholfen hat... ich war nur noch verzweifelt und dachte wirklich, dass das Szenario erst dann ein Ende hat, wenn einer der beiden tot ist.

Sam's Kräfte haben irgendwann nachgelassen und seine Wunden haben zu sehr geschmerzt... und irgendwann haben sie voneinander abgelassen.

Für das nächste Mal möchte ich auf jeden Fall gerüstet sein und bin nun auf der Suche nach Lösungen, solchen "Beißereien" ein Ende setzen zu können...

Dies auch zum Thema "Rüden lassen eher los wie Hündinnen!"

Bezüglich des "Tretens" möchte ich noch anmerken, dass ich im Notfall auf die Schulter zielen würde - niemals auf Gegenden von Weichteilen oder von Rippen.

Falls ihr Lösungen erfahrt, wie RICHTIG kämpfende Hunde zu trennen sind - bitte lasst es mich wissen!!!

Schöne Faschingstage!

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Kirsten
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Beitrag Verfasst: Sa 21 Feb, 2009 10:38 Antworten mit Zitat

Hallo Julchen,

ich habe den Thread nur so als theoretische Gedankenspielerei begonnen. Und zum Glück bin ich dann auch nie in die Situation gekommen, dass ich von der Theorie zur Praxis schreiten musste.
Wenn mein Hund kloppt, dann zwar recht heftig, aber immer noch so, dass er sich von mir mittels Stimmeinsatz so zur Raison bringen lässt und ich ihn aus dem Kampf rausnehmen kann. Damit habe ich ein Mittel wenigstens einen der Streithähne unter Kontrolle zu bekommen. Allerdings muss sich dann eine andere Person auch um den zweiten Kämpfer bemühen, sonst setzt der im ungünstigsten Fall wieder nach...

Ich glaube inzwischen, dass man zwei fremde Hunde so ganz alleine nur schwerlich unter Kontrolle bekommt, wenn die sich wirklich richtig verhauen wollen.
Die besten Chancen hast du vielleicht noch, wenn du zu Beginn der Kampfsequenz etwas für sie völlig Unerwartetes tust, das kann sowas wie der berühmte Eimer kalten Wassers oder ein ohrenbetäubend lauter Taschenalarm sein. Allerdings wird das nur zu Anfang der Keilerei oder kurz vor deren freiwilligem Ende von Erfolg gekrönt sein, weil mitten im Kampf so viele Botenstoffe im Hundehirn ausgeschüttet werden, dass die Tiere in ihrer Raserei in der Regel von anderen Außenreizen kaum noch etwas mitbekommen.
Wenn es erstmal soweit ist kannst du nur noch schwerlich etwas machen.
Sind beide Aggressoren gleich kampfeswütig, brauchst du auch für den Hinterbein-/Schwanzgriff oder Halsband-Knebel an jedem Hund einen festhaltenden Menschen. Bessere Chancen hast du alleine nur, wenn die Bereitschaft zum Kampf vornehmlich von einem der Hunde ausgeht.
Wenn es jedoch so abläuft, wie oben von dir beschrieben und die Tiere trotz beiderseitigem Kontrollgriff nicht loslassen, kann man sie, meiner Meinung nach, mit zwei Menschen echt nur noch so festhalten, dass sie nicht nachfassen können und warten bis sie loslassen.

Ein absolut wirksames, universelles Mittel eine solche Beißerei zwischen zwei Unbekannten zu beenden, gibt es nach meiner Überzeugung leider nicht.

Liebe Grüße
Kirsten

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Beitrag Verfasst: So 22 Feb, 2009 00:21 Antworten mit Zitat

Hallo Kirsten!

Danke für deinen Rat... ich werde mich mal nach diesem Taschenalarm umsehen. Ich habe noch nie etwas davon gehört, erst gestern hier gelesen, dass es soetwas gibt.

Und zusätzlich werde ich noch hoffen, dass mir so eine Keilerei so schnell nicht mehr passieren wird  Sad

Viele Grüße.
Julchen

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FairyLy
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Beitrag Verfasst: So 22 Feb, 2009 10:48 Antworten mit Zitat

Morgen,

was da helfen kann, ist oft wirklich Glückssache. Wir hatten zwei ineinander verbissene Rüden, von denen einfach keiner loslassen wollte (Sturköppe).
Da wurde gehalten und wenn möglich geschüttelt (das hab ich durch einfaches festhalten des Kopfes unterbunden).
Wasser war beiden völlig egal. Losgelassen haben sie, als Kalle mit dem Futternapf kam (Metallnapf, in dem das Trockenfutter beim tragen entsprechend Geräuche macht.).
Die Idee, dass es jetzt Futter gibt war scheinbar abwegig genug um verwirrt loszulassen und das Futter eher als der andere zu erreichen wichtig.

Grüße
Ly

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Kirsten
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Beitrag Verfasst: So 22 Feb, 2009 11:11 Antworten mit Zitat

Zitat: › ...ich werde mich mal nach diesem Taschenalarm umsehen. Ich habe noch nie etwas davon gehört, erst gestern hier gelesen, dass es soetwas gibt.

Die Dinger bekommst du im Internet (Gogglesuche: Taschenalarm) manchmal auch in gut sortierten Kaufhäusern und Baumärkten. Die Kosten liegen zwischen 5 und 10€.
Wir hatten mal eine Kripobeamtin für eine Veranstaltung zur Gewaltprävention gegen Frauen in der Schule. Die Dame empfahl die Dinger zum Einsatz gegen Angreifer und hat dann auch gleich mal eins vorgeführt, das war wirklich so höllisch laut, dass man sich unwillkürlich direkt die Ohren zugehalten musste. Da Hunde ja viel besser hören als wir, dürfte das schon zumindest für einen Augenblick recht beeindruckend wirken. Icon Zwink

Zitat: › Losgelassen haben sie, als Kalle mit dem Futternapf kam...

Die Vorstellung hat was Erheiterndes... geniale Idee von Kalle, zeugt doch irgendwie von männlichem Einfühlungsvermögen... Icon Zwink

LG
Kirsten

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Beitrag Verfasst: So 22 Feb, 2009 11:32 Antworten mit Zitat

Zitat: › geniale Idee von Kalle, zeugt doch irgendwie von männlichem Einfühlungsvermögen...

*hüstel* dann erzähl ich lieber nicht, das das Zufall war... Very Happy

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