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Kirsten
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So, ich hatte inzwischen ein bisschen Zeit mir über Karin kleines „Bleib“-Problem mit Biene Gedanken zu machen.
Ihr dürft natürlich nicht vergessen, dass ich auch nur Ottonormal-Hundehalter mit ein bisschen anstudiertem Biologiewissen und kein Hundetrainer bin, deshalb dürft ihr mich gerne korrigieren falls ich mit dem ein oder anderen voll daneben liege.
Karin lernt ja jetzt mit Biene auf dem Hundeplatz professionell und das klappt ja auch schon ganz hervorragend. Den Hundeplatz kann und will ich nicht ersetzen, aber mir ist eingefallen, dass ich ganz viele von den Sachen, die wir z.B. beim Online-Clickertraining gelernt haben, Lina vorher schon zuhause eher instinktiv und ohne Clicker mit einem ganz ähnlichen Prinzip beigebracht habe.
Eines dieser Dinge war z.B. das „Bleib“.
Es ist zwar irgendwie rührend, wenn der Vierbeiner ständig unsere Nähe sucht, aber seien wir mal ehrlich, das kann auch furchtbar nervend sein wenn einem dauernd das Fellknäul, stets darum bemüht, ja nichts Spannendes zu verpassen, zwischen den Beinen rumwuselt.
Meine, eher durch meinen Instinkt motivierte, Idee bestand damals eigentlich darin, den Hund selbst merken zu lassen, dass nicht alles was ich tue so spannend ist, dass es sich auch lohnt hinter mir her zu dackeln.
Ich habe also zunächst für den Hund völlig unspektakuläre Tätigkeiten ausgesucht um dies zu demonstrieren. Diverse Hausarbeiten sind dafür bestens geeignet, oder auch nur eben schnell einen neuen Kaffee in der Chatpause holen…
Am Anfang habe ich solche Tätigkeiten mit einem möglichst belanglosen Satz und immer der gleichen absolut lahmen, langweiligen Betonung eingeleitet, da bestand schon in der Ansage einfach kein Zweifel daran, dass das was nun folgen würde absolut öde ist. „Ich geh mal eben…“ oder „Ich hol mal eben…“
Selbstverständlich war Lina völlig anderer Meinung und es bestand ihrerseits die absolute Notwendigkeit sich selbst von der Langweiligkeit dieser Tätigkeiten zu überzeugen.
Also bin ich mit Hund im Schlepptau z.B. in die Küche marschiert um für Kaffeenachschub zu sorgen. Ganz wichtig war jedoch, dass ich Lina dabei nicht die geringste Aufmerksamkeit geschenkt habe. Also nicht ansprechen, nicht streicheln, keinen Blickkontakt. Steht der Hund im Weg, ganz sanft kommentarlos mit dem Knie ein bisschen beiseite schieben und einfach stoisch weiter machen.
Es hat nicht allzu lange gedauert, da war auch meinem wissbegierigen Hund klar, da passiert wirklich nix Tolles. Der Drang mir zu folgen, wenn ich mit derart lahmer Stimme erhob, wurde merklich geringer. Und genau darauf habe ich gewartet.
Als ich mir ziemlich sicher war, dass mir Lina nicht mehr nachlaufen würde, folgte dem Satz „Ich hole mir nur einen Kaffee. Aufstehen lohnt nicht.“ nun die deutlichere Ansage „Warte-Bleib“ (ich unterscheide das Bleib, „Warte-Bleib“ bedeutet bei uns: „Leg dich hin oder mach sonst was, aber latsch mir nicht hinterher“, „Bleib“ mit Sichtzeichen und ganz wichtiger Betonung bedeutet: „Verharre genau in der Position, in der du dich gerade befindest!“ also z.B. „Sitz-Bleib“ usw.).
Hat ein Hund zum x-ten Mal die Erfahrung machen müssen, dass Frauchens demonstrativ erhobener Kaffeebecher in Kombination mit dieser lahmen Stimme echt nur Langeweile verspricht, dann bleibt er tatsächlich freiwillig liegen, was auch immer dieses komische „Warte-Bleib“ bedeuten mag. :mrgreen:
Für das prima ausgeführte „Bleib“ gibt es natürlich bei der Rückkehr Lob (aber nicht zu überdreht, sonst hätte sich das Aufstehen ja vielleicht doch gelohnt, wenn die Olle mit soviel guter Laune zurückkommt ) und manchmal auch ein Leckerchen.
Meine lahme Ankündigung „Ich hole mir nur eben…“ habe ich dann langsam abgebaut und nur das „Warte-Bleib“ als Kommando gelassen.
Inzwischen kann ich sogar fröhlich flötend die Treppe rauf und runter galoppieren, hab´ ich vorher „Warte-Bleib“ gesagt, muss man nicht hinterher rennen und Lina wartet artig bis ich wieder auftauche, egal wie spannend mein Galoppel auf der Treppe auch klingt.
Das war es eigentlich auch schon und ich denke, vielleicht war auch deshalb das „Bleib“ dann beim Clickertraining hinterher eigentlich gar keine so große Sache mehr für Lina.
LG
Kirsten |
_________________ Wenn die Sonne der Bildung untergeht, werfen sogar Zwerge lange Schatten...  |
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Karin
Althund



Alter: 52

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Anmeldung: 02.02.2006
Beiträge: 589
3.47% aller Beiträge
Wohnort: Falkensee

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kirsten ...biste dir sicher , das du biene nicht kennst ?
also ......beschrieben haste sie auf jeden fall perfekt....
ein toller,für mich logisch klingender rat, dieses ab per sofort... at hock... nun sofort ... genau so zu machen ....
das haste ganz prima beschrieben kirsten .....vielen lieben dank vonne karin mit dem schattenhund biene
.....karin sich nur noch überlegt...auf was sie biene aufbaut, damit sie diese mit dem knie zur seite schieben kann ...naja , zur not mit dem fuss leicht schieben, gell ? |
_________________ Fröhliche Menschen sind nicht bloß glückliche,
sondern in der Regel auch
gute Menschen.
Biene ist klein, aber OHO
und carlito ist noch viel kleiner und AHA |
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