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FairyLy
kleine Fee für alle Felle



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Hallo Leute,
gestern hat mir jemand, der normalerweise gut weiß, wovon er redet, erzählt, ich sollte Sammy mit seiner Arthrose auf keinen Fall Getreideprodukte (auch keinen Reis) füttern, weil Getreide generell entzündungsfördernd wäre und somit kontraproduktiv für seine Arthrose.
Ich meine, dass bestimmte Getreide eher Allerien auslösen können, weiß ich ja, aber auch da gilt Reis ja als eher harmlos...
Aber weil ich ja grundsätzlich nichts einfach so glaube, hab ich gedacht ich fang mal an deswegen zu googeln und setz es auch hier mal mit rein, damit wir der Sache vielleicht gemeinsam auf den Grund gehen können, ob da was und was da dran ist.
Ich hoffe, ihr helft mir?!?
Liebe Grüße
Ly |
_________________ Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. Goethe |
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chienne
Leitwolf



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Hallo,
über Getreide bei Hunden habe ich noch nichts gelesen. Ich habe aber ein Buch, das heißt "Lexikon der populärsten Ernährungsirrtümer", und darin wird gründlich mit dem vorurteil aufgeräumt, rohes bzw. eingeweichtes Getreide wäre besonders gesund. Die Getreidepflanzen - auch die Zuchtformen - wollen ja gar nicht wirklich gegessen werden (Man verzeihe mir dieses Bild). Sie verteidigen sich gegen Fraßfeinde u.a. durch Stoffe, die die Futterverwertung erschweren. Mahlen und Kochen erleichtert die Verdauung.
Ist es möglich, dass die Warnung vor Getreide beim arthrosekranken Hund sich eher auf die zahlreichen Flockenprokukte und nicht auf gekochtes Getreide bezieht?
Grüße
chienne |
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FairyLy
kleine Fee für alle Felle



Alter: 32

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Also, ich hab inzwischen gefunden, dass es sich wohl darauf bezieht, dass in Getreide besonders viele Omega-6-Fettsäuren enthalten sind und die sollen eben entzündungsfördernd wirden. Warum, hab ich aber noch nirgendwo gefunden... und auch nicht, in welchen getreiden das nu in welchen Mengen drin ist.
Aber ich google weiter.
Das hab ich z.B. gefunden:
Zitat: › Auch werden mehrfach ungesättigten Fettsäuren gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Solche Fettsäuren sind Omega-3- beziehungsweise Omega-6-Fettsäuren. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterscheiden sich in der Lage ihrer Doppelbindungen. Die Bezeichnung erfolgt nach der Lokalisation der ersten Doppelbindung im Molekül. Bei Omega-3-Fettsäuren befindet sich die erste Doppelbindung am dritten Kohlenstoffatom und bei Omega-6-Fettsäuren am sechsten. Beide Fettsäuren sind für den Menschen essenziell. Das heißt, der Körper kann sie selbst nicht bilden und ist auf die Zufuhr von Nahrungsmitteln angewiesen, die diese enthalten. Aus diesen Fettsäuren bildet der Körper bestimmte Gewebshormone, so genannte Eicosanoide. Werden die Eicosanoide vorwiegend aus Omega-6-Fettsäuren aufgebaut, wirken sie entzündungsfördernd und begünstigen daher die Erkrankung. Omega-6-Fettsäuren sind vor allem in Pflanzenölen enthalten, beispielsweise in Raps- und Sojaöl sowie in Margarine.
Quelle: Apo-Net
Ich hab dazu noch was interessantes gefunden:
klick mich |
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FairyLy
kleine Fee für alle Felle



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Und schon wieder ich
Ich hab mir da jetzt mal in Ruhe ein Heftchen vom Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit durchgelesen und dort wird bestätigt, dass Omega-6-Fettsäuren bei schon vorhandenen entzündlichen Prozessen kontraporduktiv wirken. Denn die Omega-6-Fettsäuren werden im Körper über Linolsäure zu Arachidonsäure abgebaut. Aus Arachidonsäure werden wiederum über die Enzyme
Lipoxygenase und Cyclooxygenase die als Entzündungsmediator wirkenden Eicosanoide (Thromboxan A2, Prostaglandin I2 und Leukotrien B4) gebildet.
Soweit zu den scheibaren Fakten. Denn in dem Heftchen stehen auch Lebensmittel, die rheumakranke deswegen meiden sollten (z.B. Schweineschmalz, Schweineleber, Eigelb, Leberwurst, Truthahn-, Hähnchenfleisch, Butter, Hühnerei (Vollei), Karpfen, Makrele, geräuchert, Kalbfleisch (Muskelfleisch), Schinken, gekocht, Emmentalerkäse, Forelle, Kabeljau, Rindfleisch (Muskelfleisch) ) , aber Getreide, steht dort, kann uneingeschränkt verzehrt werden...
Demnach müsste ich eher die Fleischzufur beschränken.
Mal weitersuchen... |
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Kerstin
Leitwolf



Alter: 37

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Martina
Althund



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FairyLy hat folgendes geschrieben: › dass Omega-6-Fettsäuren bei schon vorhandenen entzündlichen Prozessen kontraporduktiv wirken. Denn die Omega-6-Fettsäuren werden im Körper über Linolsäure zu Arachidonsäure abgebaut.
Hm. Zu Linoläsure habe ich genau die gegenteilige Info. Außer der "Zelle" (klick) weiß ich aber heute die Quellen leider nicht mehr. Mein Hintergrund ist folgender:
Als meine Tochter ca. 2 war, hatte sie Neurodermitis. Eindeutig. Fette akute Entzündungen. Damals, vor 15 Jahren, eine bekannter werdende Krankheit, aber die Ärzte noch recht hilflos. Über Freunde und Bekannte gab es wie immer zig Hausmittelchen-Tipps, mal mehr, mal weniger glaubwürdig.
Der eine von Betroffenen selbst als lindernd genannte Tipp war Linola-Creme (Wirkstoff: Linolsäure), der andere war Borretschöl (enthält etliche Fettsäuren, darunter auch: hohe Anteile Gamma-Linolensäure), angeblich der absolute Bringer. Borretschöl gab's aber nur bei Spinnrad für selbstgemachte Cremchen und Badeöle, Öko-Szene halt, mir damals von Haus aus suspekt. Und das sollte man nicht einreiben, sondern trinken! Da waren also erstmal absichernde Infos gefragt. Außerdem waren wir arme Studenten und verschrieben wurde beides nicht. Schon gar nicht das sündhaft teure Öko-Spinner-Öl. Wir haben also erstmal stundenlang "die Zelle" und andere dicke Wälzer durchflöht, um herauszufinden, wo Linolsäure im Zellstoffwechsel eine Rolle spielt und wie denn das Zeug da entzündunghemmend einwirken soll.
Ich kann die Vorgänge heute nicht mehr auswendig wiedergeben, aber wir sahen bestätigt, dass Linolsäure gerade bei Entzündungsprozessen eine wichtige hilfreiche (!) Funktion in Zellen hat.
Wir also Linola auf die rissige Haut verschmiert und parallel dem Kind dieses Borretschöl täglich in den Hals gelöffelt. Nach ein paar Monaten war der Spuk für immer vorbei. Wir haben ihr allerdings danach noch sehr lange eine tägliche Grunddosis über Distelöl gegeben (alle anderen Pflanzenöle hätten's dafür auch getan, aber das "Preis-Leistungsverhältis" bezüglich Omega-Fettsäuren ist bei Distelöl von allen supermarktüblichen Ölen am besten). Mit dieser "Therapie" haben wir dann auch wieder Süßigkeiten und Orangen erlaubt (beides galt damals als absolut verboten für Neurodermitiker). Kein Problem. Ihr Hang zu allergischen (entzündlichen) Hautreaktionen blieb bis heute. Aber wunde Haut: nix mehr.
Dies also meine Erfahrung. Die Wirkkette über Linolsäure als entzündungsfördernd erscheint mir danach nicht plausibel.
LG
Martina |
Zuletzt bearbeitet von Martina am Mo 27 Nov, 2006 22:08, insgesamt 4 Male bearbeitet |
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Martina
Althund



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| Ah, ich sehe gerade, das paßt durchaus zu Kerstins Link: "Im menschlichen Stoffwechsel wird sie nur in geringen Mengen aus der lebensnotwendigen Linolsäure gebildet... Über tierische Nahrungsmittel nehmen wir auf direktem Weg zu viel Arachidonsäure auf." |
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FairyLy
kleine Fee für alle Felle



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| Würde dann ja heißen, Getreide ist für den Diggen erst mal nicht wirklich problematisch, aber vielleicht sollte man bei einem Arthrosehund dann eher den Fleischanteil runtersetzen? |
_________________ Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. Goethe |
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Martina
Althund



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Nochmal ich.
Das Deutsche Arthrose-Forum könnte dir da helfen. Die setzen sich auch mit Außenseitertheorien auseinander.
Da ist übrigens die Rede von braunem, also Vollkorn-Reis als empfehlenswertem Getreide.
Ha! Und da steht auch was zu Linolsäure. Hier (ziemlich weit unten unter Ernährungstherapie) sagen sie, dass Linolsäure der Bildung von Arachidonsäure entgegen wirkt.
LG
Martina |
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Kerstin
Leitwolf



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Martina
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Oh, gestern übersehen:
FairyLy hat folgendes geschrieben: › vielleicht sollte man bei einem Arthrosehund dann eher den Fleischanteil runtersetzen?
Jepp, klingt so. Laut Arthroseforum sind quasi ALLE tierischen Erzeugnisse (auch Milchderivate und Ei) mehr oder weniger Gift. Es gibt ja auch vegetarisches Hundefutter. Halte ich normalerweise nix von, aber wäre hier vielelicht zu überlegen. Allerdings weiß ich nicht, ob der Stoffwechsel in punkto Arthrosediät 1 zu 1 von Mensch auf Hund übertragen werden kann...
Bei Reis und Mehl erinner ich nur, dass jeweils die Vollkornprodukte gut sind. Weißmehl etc. dagegen wieder eher schädlich.
Guck dir die Arthrose-Seite mal an. Das scheint ein riesiger Wissensfundus zu sein.
LG
Martina |
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Martina
Althund



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Schon wieder Nachtrag
Soweit ich das überschaue gilt (für Menschen...):
fleisch- und tierfettarme Vollwerternährung (also Vollkorngetreide, "brauner" Vollkornreis)
omega-fettsäurehaltige Pflanzen- oder Fischöle (Distelöl, Lachsöl)
viel Wasser
Auch Grünlippmuschel-Extrakt taucht immer wieder auf.
Kann es sein, dass dein Bekannter "weißes" Getreide meinte bzw. geschälten Reis?
LG
Martina |
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Kristin
Althund



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Hallo
Ich hole den alten Thead noch mal hoch. Bei Dini melden sich inzwischen aufgrund ihrer HD die ersten Arthrosen. Trotz Spezialfutter, Futterergänzungsmitteln, Physiotherapie und Akupunktur, lahmt sie ab und zu und braucht dann Metacam. Jetzt möchte ich über eine Futterumstellung versuchen, die Arthrosebildung zu verlangsamen.
Ich habe jetzt auch schon mehrmals gelesen, dass Getreide im Hundefutter entzündungsfördernd sein soll. In diesem Thread habt ihr ja eher das Gegenteil herausgefunden.
Jetzt meine Frage. Hat jemand Erfahrung mit gertreidefreiem Hundefutter? Kann das eine Verbesserung erzielen oder ist das nur eine Masche der Futtermittelindustrie, um ihr teueres Futter zu verkaufen?
Bei einer Futterumstellung käme für mich das Futter von der Firma Wolfsblut in Frage (genauer das Wide Plain). Hat von euch jemand Erfahrung mit diesem Futter?
Lg Kristin |
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Wurzi
Leitwolf



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Hey, das interessiert mich auch.
Silas geht es nämlich ähnlich. Wegen seine Spondylose hat er jetzt Arthrose in den Zehengrundgelenken in den Vorderpfoten. Noch alles im grünen Bereich aber einmal vertreten oder überbelastet lahmt er und bekommt dann eine Zeit lang leichte Schmerzmittel. Und wir haben jetz auch diverse Futterergänzungsmittel, Akupunktur und Physio hinter uns.
Grüßle |
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Kerstin
Leitwolf



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In der Regel sagt man bei Arthrose Weizen und Fleisch reduzieren.
Fleisch geht beim Hund ja etwas schlecht,jedoch Weizen sollte man weglassen. Wenn ein Fleisch freier Tag,dann kann man auch gut Fisch nehmen,wenn Hundi das verträgt.
Ich hoffe Dini und silas gehts bald besser.
Leider kann ich euch nicht genaueres zum Verbesserungszustand sagen, da ich nicht weiß wie alt die Arthrosen bei Rocko sind, eher wie lange er sie schon hat. gelahmt hatte er nur immer nach heftigen spielen mit anderen Hunden,und das auch nur ein Tag.
/www.zentrum-der-gesundheit.de/arthrose.html guck mal hier nach. Ist zwar für den Menschen, aber Arthrose ist Arthrose |
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Zuletzt bearbeitet von Kerstin am Di 05 Apr, 2011 19:10, insgesamt ein Mal bearbeitet |
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