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chienne
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 Deutschland Nordrhein-Westfalen
Beitrag Verfasst: So 28 Okt, 2007 17:59 Antworten mit Zitat

In einem Niederländischen Forum habe ich einen Bericht über eine Künstler gefunden, der in Honduras im Rahmen einer Ausstellung einen Hund verhungern ließ.
Der Text und auch die dazugehörige Petition sind auf Spanisch, so dass ich nicht wirklich schlau daraus wurde. Und ich hab's auch nicht so richtig geglaubt, ehrlich gesagt.
Dann habe ich gegoogelt und dies gefunden:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,512799,00.html

Mir fehlen die Worte.

LG
Renate


Zuletzt bearbeitet von chienne am So 28 Okt, 2007 18:00, insgesamt ein Mal bearbeitet

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donnerwetter
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 Deutschland Niedersachsen
Beitrag Verfasst: Mo 29 Okt, 2007 08:54 Antworten mit Zitat

Morgen,

das habe ich auch schon gelesen und es ist einfach unfassbar.
Anzuprangern, dass Hunde in vielen Ländern auf der Straße verhungern und qualvoll sterben, ist eine Sache. Das ist der einzig "gute" Punkt an dieser Sache. Menschen darauf aufmerksam zu machen...
Aber auf diese Art und Weise ist einfach... mir fehlen ebenfalls die Worte.
Ob der Hund nun tatsächlich für die "Kunst"-Ausstellung gestorben ist... ich weiß es nicht. Ich will das wohl auch lieber nicht glauben Sad
Aber egal ob ja oder nein: Der Hund war dort angekettet und wurde hungernd zur Schau gestellt, obwohl Futter vorhanden war! Und genauso grausam finde ich, dass kein einziger Besucher der Ausstellung es für nötig hilt einzugreifen...

Die Petition, die im Spiegel-Artikel angesprochen wird, findet ihr übrigens hier:
http://www.petitiononline.com/13031953/petition.html

An dieser Stelle eine Warnung. Die drei folgenenden Bilder zeigen nun besagten Hund in der Ausstellung. Anklicken also nur, wer sich sicher ist, dass er das möchte.

http://dingo.care2.com/pictures//c2c/share/51/519/955/519556_370.jpg
http://www.marcaacme.com/blogs/media/blogs/laboratorio/navitividad1.JPG
http://www.marcaacme.com/blogs/media/blogs/laboratorio/navitividad4.JPG

Erboste Grüße,
Maaike

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"Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Mißtrauen schauen kann?"
(Arthur Schopenhauer)

Zuletzt bearbeitet von donnerwetter am Mo 29 Okt, 2007 09:04, insgesamt 2 Male bearbeitet

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Wurzi
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Beitrag Verfasst: Mo 29 Okt, 2007 09:42 Antworten mit Zitat

Und sowas gleich am frühen Morgen *würg*...

Dass ich das unter aller Sau finde, könnt ihr euch ja vorstellen, also spare ich mir weitere Worte hierzu.

Wenn der Hund noch leben sollte, wir dieser "Künstler" ihn wohl erst zeigen, wenn er so seinen Arsch vor einer Strafe retten kann.

Zitat: › Und genauso grausam finde ich, dass kein einziger Besucher der Ausstellung es für nötig hilt einzugreifen...


Da stimme ich dir zu. Ich hätte helfen wollen. Aber da haben die wohl einen anderen Bezug zu Tieren.

Wollte der jetzt auf die verhungernden Tiere aufmerksam machen oder an diesen anderen Künstler erinnern, der erst beachtet wurde, als er von Hunden tot gebissen wurde?

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FairyLy
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Beitrag Verfasst: Mo 29 Okt, 2007 13:35 Antworten mit Zitat

Nicht viel Zeit, deswegen nur kurz:
A: Der Hund ist längst tot, er war schon zwei Tage nach diesen Fotos tot
B: Demenstsprechend geht es in der Petition auch nicht darum, diesem Hund zu helfen, sondern es geht um eine Künsterlehrung in Nicaragua, auf der er nicht sein Land (Costa Rica) vertreten dürfen soll.
C: Zur Begündung des "Künsterles":
Zitat: › Habakkuk said yesterday that his work was a tribute to Natividad Canda, Nicaraguan who died after being attacked by two dogs rottweiler in a workshop in Carthage.

"I reserve say whether it is true or not that the dog died. The important thing for me was the hypocrisy of people: an animal thus becomes the focus of attention when you put in a place where white people go to see art but not when they are on the street died of hunger. The same happened to Natividad Canda, people were sensitized with him until the dog ate it, "he said.

Even added: "Nobody came to free the dog nor given food or called the police. Nobody did anything."

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Kirsten
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Beitrag Verfasst: Mo 29 Okt, 2007 13:45 Antworten mit Zitat

Soweit ich das verstanden habe, ist der Hund tatsächlich gestorben.
Mein Spanisch ist nicht gerade überwältigend und daher war ich zum Teil auf englische Übersetzungen angewiesen.
Auf einer Internetseite hatte jemand, die Geschichte sehr sauber recherchiert und alle wichtigen Infos verlinkt.
Im Busforum wird das Thema schon seit Tagen verhandelt und zunächst hatten dort auch noch einige die Hoffnung, es würde sich um eine Hoax handeln, dem scheint jedoch nicht so.
Diese "Kunstaktion" lief offenbar bereits im September und es ging dem Künstler nach eigener Aussage gar nicht darum auf das Tierelend hinzuweisen, sondern auf die Gleichgültigkeit und Doppelmoral der Betrachter.
Dieses "Kunstwerk"sollte auf den Fall des Costa Ricaners Natividad Canda Mairena aufmerksam machen, der als Arbeitsimigrant nach Nicaragua kam und dort von zwei Rottweilern zu Tode gebissen wurde, ohne dass jemand eingriff.

Meine bescheidene Meinung:
Das sicher ehrenhafte Motiv des Künstlers macht seine Aktion nicht besser.
Dergleichen ist jedoch leider nichts neues im Jahr 2001 folterten drei Kunststudenten einen Kater zu Tode, filmten das Ganze und erklärten ihr Video zum Kunstwerk, mit welchem sie die Scheinheiligkeit der Menschen aufzeigen wollten. Sie wurden dafür zu mehrmonatigen Haftstrafen und Hausarrest verurteilt.
Für mich sind diese Aktionen nur grausam, unverständlich und keinesfalls probate Mittel auf bestehende Missstände hinzuweisen, das kann man sicher auch anders. Gleichwohl sind diese beiden "Kunst"-Beispiele wahrlich nicht die einzige Grausamkeit, zu der wir gegenüber unseren Mitgeschöpfen in der Lage sind, sowas findet im Zeichen des Profits jeden Tag überall auf der Welt statt.

Der Dokumentar-Film von Shaun Monson Earthlings zum Beispiel zeigt mit vielen heimlich in Schlachthöfen, Tierasylen, Zuchtanstalten etc. gedrehten Aufnahmen, in erschreckender Weise wie moderne Gesellschaften aus Profitgier mit Tieren umgehen.
Bevor ihr euch den Film anseht, muss ich euch jedoch warnen, der Film ist nichts für schwache Nerven und Mägen und die unbeschwerte Lust auf die allabendlichen, sommerlichen Grillfeste oder die schicke neue Lederjacke ist einem anschließend ein für alle Mal genommen.
Ich bin wahrlich ein harter Knochen, aber ich habe Rotz und Wasser beim Gucken geweint. Sad

LG
Kirsten

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Kerstin
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Beitrag Verfasst: Mo 29 Okt, 2007 14:00 Antworten mit Zitat

Ich hatte gestern Abend da nochmal drüber nachgedacht....und war am zweifeln ob der Hund nicht schon tot war.
Denn in manch Land, werden die Hunde leider angebunden damit sie verhungern, nur weil sie im Renngeschäft nichts mehr bringen. Und leider gibt es wohl in jedem Land graue Schafe.
Das er damit ne Ausstellung macht.....hmmmm weiß nicht was ich davon halten soll. Aber vielleicht ist es ne echt makabere Aufmerksamkeit, damit vielleicht in eingigen Ländern auch mal die Augen aufgehen.

so, oder so, der TYp hat die Aufmerksamkeit, ob positiv oder negativ.

Grüße Kerstin

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chienne
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Beitrag Verfasst: Mo 29 Okt, 2007 17:04 Antworten mit Zitat

Ich habe mir einige Bilder angeguckt. Und auf denen hat er eindeutig noch gelebt. Er sah nicht nur völlig heruntergekommen aus, sondern auch unendlich traurig (und ich bin mir sicher, dass dieses Adjektiv auch für Hunde zutrifft). Ein Bild des Jammers. Selbst, wenn ernicht gestrorben sein sollte, würde ich so eine Behandlung eines Tieres, dass der Mann ja immerhin irgendwie in Obhut genommen hat, in jedem Falle verurteiligen. Der Zweck heiligt nicht in jedem Fall die Mittel. So etwas ist ein Form von Missbrauch, auf jeden Fall.

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FairyLy
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 Deutschland Nordrhein-Westfalen
Beitrag Verfasst: Mo 29 Okt, 2007 17:21 Antworten mit Zitat

Der Hund ist nicht während der Fotos oder der Ausstellung gestorben, sondern zwei Tage später. Tot ist er jedoch.

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Kristin
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Beitrag Verfasst: Di 30 Okt, 2007 09:35 Antworten mit Zitat

Es ist wirklich grausam wie Menschen mit ihren Mitgeschöpfen umgehen. So wie der Hund auf den Fotos aussieht, wäre er sicherlich bald auch auf der Straße gestorben, aber dabei zuzusehen, wie das Tier elendich verreckt ist in meinen Augen einfach nur pervers. Und das die Besucher der Ausstellung einfach nur an dem Hund vorbeigehen und niemand was unternimmt ist in meinen Augen das Schlimmste, aber ich glaube die Leute sind in solchen Ländern gegenüber dem Leid der Hunde so abgestumpft, dass sie es als normal empfinden.
Der Künstler hat auf jeden Fall erreicht was er wollte, er hat die Aufmerksamkeit der Welt auf sich und seine Werke gelenkt, ob er damit nun den einen oder anderen Menschen wachrütteln wollte oder nur seinen Bekanntheitsgrad steigern, sei dahin gestellt. Ich halte die ganze Aktion für absolut wiederwärtig.

Gruß Kristin

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Kirsten
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Beitrag Verfasst: Di 30 Okt, 2007 13:41 Antworten mit Zitat

Zitat: › ...aber ich glaube die Leute sind in solchen Ländern gegenüber dem Leid der Hunde so abgestumpft, dass sie es als normal empfinden.

Ich glaube nicht mal, dass das irgendwas mit der anderen Mentalität der Leute in diesem Land zu tun hat. Ich nehme an, wenn diese Ausstellung hier in Europa gewesen wäre, dann wäre das vermutlich auch nicht viel anders gelaufen.
Hätte man die Besucher der Ausstellung hinterher befragt warum sie nicht eingeschritten sind, hätten vermutlich etliche zu Protokoll gegeben, sie hätten gedacht, der Hund würde sicher am Abend gefüttert, sie hätten sich nicht vorstellen können, dass jemand wirklich so grausam ist einen sterbenden Hund auszustellen oder da hätten doch Verbotsschilder gestanden...

Das Phänomen ist eigentlich altbekannt:
In einer Gruppe agieren Menschen selten mit eigener Verantwortung, man verlässt sich dann gerne darauf, dass ja auch jemand anders einschreiten kann bzw. wenn keiner was unternimmt, dann halten sich alle anderen auch zurück.
Dazu gibt es zahlreiche Versuche, dieses Verhalten geht sogar so weit, dass eine Versuchsgruppe von Menschen bereit ist Hilfeschreie, die aus einem Nachbarraum herüberdringen, einfach zu überhören wenn von den anderen Anwesenden auch keiner reagiert und ungerührt weiter in ihre Zeitschriften blicken.

Ich bin als Teenager mal am verkaufsoffenen Samstag mitten in der Einkaufspassage vor den Augen hunderter Leute von einem fremden Mann zusammengeschlagen und gewürgt worden. Geguckt haben alle, aber selbst als mir schon das Blut über das Gesicht lief hat keiner eingegriffen.  Sad Erst als ich schon dachte mein letztes Stündlein hätte geschlagen, sprang eine junge Frau aus ihrem Auto und brüllte aus Leibeskräften: "Hilfe! Vergewaltigung! Sieht das denn keiner?!"  
Der Angreifer hat sich daraufhin vom Acker gemacht, keiner hat ihn festgehalten und bis auf diese junge Frau hat mich auch keiner gefragt, ob denn alles in Ordnung sei mit mir...

Mir hat diese Erfahrung zu denken gegeben. Ich schreite seitdem immer beherzt ein und schere mich dabei einen Teufel um Konventionen, Verbote, darum was die anderen tun oder darum, dass ich mich vielleicht furchtbar blamiere. Aber ich nehme an, dass dafür wirklich eine Art von Lernprozess nötig ist. Die überwiegende Mehrheit hat solche Erfahrungen nicht gemacht und verlässt sich dann halt lieber auf die ominösen Anderen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wollte der Künstler auch genau das zeigen, jedoch war der sterbende Hund dafür gänzlich überflüssig, denn dieser Sachverhalt ist schon lange bekannt und diese Form scheinbarer Gleichgültigkeit der Betrachter hat in der Tat etwas mit einem biologischen Verhaltensprogramm zu tun, dass dann in uns abläuft und welches eigentlich nur durch bewusstes Handeln durchbrochen werden kann.

LG
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Kristin
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Beitrag Verfasst: Di 30 Okt, 2007 15:12 Antworten mit Zitat

Ich habe mir gerade den Film angeschaut. Es unfassbar wie Menschen mit Tieren umgehen. Natürlich weiß ich wie es in den meisten Schlachthöfen und Viehbetrieben aussieht, aber ich habe wie wohl die meisten Menschen bisher die Augen davor verschlossen und nicht weiter darüber nachgedacht. Ich esse ja sowieso kaum Fleisch, aber ich werde in Zukunft das Geld investieren und mein Fleisch, Milch und Co direkt vom Bauern holen, wo ich weiß wie die Tiere gehalten werden.
Zirkus war für mich sowieso schon immer schrecklich und von Lederklamotten halte ich nicht viel. Aber ich finde es vor allem traurig, wie wenig man als einzelner Mensch tun kann, um die Situation zu verbessern.

Lg Kristin ( die noch ganz geschockt ist)

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Wurzi
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Beitrag Verfasst: Di 15 Apr, 2008 10:42 Antworten mit Zitat

Juhu

das habe ich gerade gelesen und ich bin erschüttert. Nicht schon wieder. Den Typ sollte man wegsperren.

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