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ulla
ewig Halbstarker


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Zitat: › Machen Hunde einen Unterschied, wenn es ums Jagen geht?????
Also, welches Tier es sit?
bei Fabian, der eigentlich keinen Jagdtrieb im üblichen Sinne hatte, spielte ein bestimmter Signalreiz eine Rolle.
Sobald er den Ruf eines Fasanes hörte, legte sich bei ihm ein Schalter um, er stürzte sich ins Unterholz und trieb die Fasane hoch. Hierbei war aber der Ruf entscheidend, stolzierte ein Fasan über den Weg und blieb stumm, reagierte Fabian überhaupt nicht. |
_________________ Liebe Grüße
Ulla und Jannis |
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Kerstin
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Also kann es sein, dass der Hund nicht wirklich den Hasen reißen will, sondern eher darauf beadcht ist das Glücksgefühl zu bekommen, wenn man hinter dem Hasen herjagd? Also der Adrenalinjunkie einfach nur ist?
GRüße |
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Kirsten
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Zitat: › Also kann es sein, dass der Hund nicht wirklich den Hasen reißen will, sondern eher darauf beadcht ist das Glücksgefühl zu bekommen, wenn man hinter dem Hasen herjagd?
Jepp, bei entsprechender Triebkonstellation muss eine Jagd nicht im herkömmlichen Sinne von Beutefang erfolgreich sein, um vom Hund als Triebbefriedigung und somit erfolgreich wahrgenommen zu werden.
Wobei der Hund natürlich auch sicher nichts dagegen hätte, den Hasen doch zu bekommen.
LG
Kirsten |
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Kerstin
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Dann müsste man doch als Mensch unterscheiden und sagen...Hund x ist definitiv ein Jäger und Hund y "nur" ein adrenalinjunkie.
Vielleicht sehe ich den Unterschied darin, das einige Hunde ja echt wieder Fix zurückkommen, auch wenn alles rufen nichts bringt...und einige HUnde echt lang unterwegs sind.
Und wahrscheinlich erst zum "Jäger" werden, wenn sie den Hasen erwischt haben, die Adrenalinjunkies meine ich damit
GRüße |
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Zuletzt bearbeitet von Kerstin am Mo 21 Jan, 2008 12:02, insgesamt ein Mal bearbeitet |
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ulla
ewig Halbstarker


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Zitat: › Also kann es sein, dass der Hund nicht wirklich den Hasen reißen will, sondern eher darauf beadcht ist das Glücksgefühl zu bekommen, wenn man hinter dem Hasen herjagd? Also der Adrenalinjunkie einfach nur ist?
auf Fabian bezogen stimmt das!
Fabian ist einmal richtig in Schwierigkeiten geraten, als ein aufgescheuchter Fasan einfach nicht hochkam zum Fliegen...der Abstand wurde immer geringer zwischen den Beiden...Fabian ist dann einen "Umweg" um einen Busch rum gelaufen. Es ging ihm also nicht darum, den Fasan zu kriegen, sein Glücksgefühl bestand darin, den hochzuscheuchen.... |
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Ulla und Jannis |
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ulla
ewig Halbstarker


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Zitat: › müsste man doch als Mensch unterscheiden und sagen...Hund x ist definitiv ein Jäger und Hund y "nur" ein adrenalinjunkie
ich glaube aber nicht, dass ein Förster bereit ist, diesen Unterschied zu machen, selbst wenn er ihn erkennen könnte... |
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Ulla und Jannis |
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Kirsten
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Zitat: › Dann müsste man doch als Mensch unterscheiden und sagen...Hund x ist definitiv ein Jäger und Hund y "nur" ein adrenalinjunkie.
Nee, so ohne Beispiel kann man das nicht vereinfachen.
Generell ist Jagen zunächst einmal immer selbstbelohnend, beim einen mehr, beim anderen weniger, völlig ungeachtet der Tatsache, ob Beute geschlagen wird oder nicht. Zumal es ja auch völlig unterschiedliche Arten der Jagd gibt.
Wie stark die Selbstbelohnung wirklich greift, ist von ziemlich vielen weiteren Faktoren abhängig, z. B. auch von physiologischen.
Wie hoch die Menge der ausgeschütteten Stoffe ist oder wie viele Rezeptoren für diese Stoffe vorhanden sind, dürfte individuell unterschiedlich sein. Auch kann möglicher Weise irgendwann eine Art Gewöhnung eintreten, ähnlich wie bei Extremsportlern, die immer größere Kicks brauchen.
Diese physiologischen, und vermutlich zum überwiegenden Teil genetisch fixierten Gegebenheiten, bestimmen sicher zu einem guten Teil die Triebstärke und letztlich natürlich somit auch die Triebbefriedigung.
Darüber hinaus kann aber auch das tatsächlich gezeigte Jagdverhalten durch Lernen am Erfolg oder Misserfolg, durch Erziehung, durch Frustration etc. bestimmt werden.
Da hier viele Faktoren zusammen kommen, lässt sich oft nur schwerlich unterscheiden, was nun im Einzelnen ausschlaggebend ist.
Nehmen wir mal Lina, sie wäre das passende Beispiel für: eine Hetzjagd macht wegen der Endorphine und dem Adrenalin ein extrem gutes Gefühl. Selbstverständlich macht Beute fangen und ordentlich schütteln auch ein gutes Gefühl, aber allein schon hinterher rennen ist unheimlich toll.
Im Laufe einer solchen Hetze steigert sich Lina über eine immense Zeit immer weiter in dieses Hochgefühl hinein und ist daher nicht mehr im geringsten händel- oder gar abrufbar. Wie sehr sie sich hoch puscht, lässt sich ganz gut an dem Höllen-Sound erkennen, den sie dabei macht.
Ich bin mir aber zudem auch sehr sicher, dass im Falle des Beuteerwerbs, das volle Programm mit Beute schütteln und killen ablaufen würde, d. h. sie würde tatsächlich, bei entsprechender Gelegenheit, relativ instinktsicher das ultimative "Tötungsprogramm" abfahren.
Selbst wenn Lina die Jagd irgendwann abbricht oder ich sie einfangen kann, ist sie noch über einen längeren Zeitraum wie auf Droge. Die Selbstbelohnung schlägt hier also voll zu Buche.
Wenn du im Vergleich nun Rocko nimmst, dann ist seine Adrenalinausschüttung mit Sicherheit wesentlich geringer, denn derart entrückt wie Lina ist Rocko hinterher nicht. Auch seine Motivation überhaupt los zu brettern, ist generell sehr viel niedriger, weil er eben kein Sprinter oder Laufhund ist. Ob er mit einem Kaninchen überhaupt etwas anzufangen wüsste wenn er es zwischen den Fang bekäme, sei auch noch dahin gestellt. Dennoch wird auch er über seine Stöberjagd gewissermaßen ebenfalls Selbstbelohnung via Botenstoffen erfahren, wenngleich vermutlich in erheblich geringerem Ausmaß als Lina. Typen wie Rocko sind daher leichter vom Jagen abzuhalten, weil man ihnen dadurch, dass die Ausschüttung der Botenstoffe geringer ist, quasi adäquate Ersatzbefriedigungen anbieten oder aber im Vorfeld die Jagd verhindern kann.
Trotzdem jagen beide Hunde und erfahren dadurch auch die Lösung von "Triebstau" und einer gewissen Triebbefriedigung. Zudem gebe ich Ulla recht, dass es den Förster herzlich wenig interessieren wird, wo nun genau die Motivation des betreffenden Hundes liegt.
LG
Kirsten |
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Kerstin
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Wenn wir jetzt mal bei Lina und Rocko bleiben....
ist dies der Unterschied, zwischen Jagdhunden, Stöberhunden und Apportierhunden.
Jede Art belohnt sich auf seine Art und Weise. Der Eine der hetzen und der andere durch Stöbern, hab ich´s jetzt geschnackelt?
Desshalb auch der Unterschied zwischen Sicht und öhhh Nasenjäger
Jajaja der lieben Försten
Grüße |
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Kirsten
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Zitat: › ...ist dies der Unterschied, zwischen Jagdhunden, Stöberhunden und Apportierhunden.
Jede Art belohnt sich auf seine Art und Weise...
Im Prinzip ja, wobei das Selbstbelohnungsprinzip mittels Adrenalin und Endorphinen immer das gleiche ist. Nur bei Lina werden die Botenstoffe vornehmlich durch Hetzen und Rennen ausgelöst und bei Rocko vermutlich durch Stöbern.
Die Unterscheidung nach z. B. Sicht- oder Nasenjäger sagt zusätzlich noch etwas über die jagdauslösenden Schlüsselreize aus. So wie Ulla das oben für Fabi mit dem Fasan beschrieben hat.
Lina hat die Nase selten in Jagdabsicht auf dem Boden. Ihr Schlüsselreiz besteht vornehmlich in Bewegungen der Beutetiere z. B. in Fügelflattern von Enten. Manchmal löst auch lautes Schnattern Jagdfieber aus, aber dann rast sie nicht einfach los, sondern versucht vorher genau zu erspähen woher das Schnattern kommt.
Bei Rocko wird dagegen vermutlich viel eher der Geruch einer Spur auslösend wirken.
LG
Kirsten |
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Kerstin
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Danke Kirsten...
langsam aber sicher fällt der Groschen,
hoffe ich hab dich damit nicht hanz von der Arbeit abgehalten!
Jedoch noch zum Schluß.........Interessant ist das Thema ja schon
Grüße |
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chienne
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Bei Bessi kann ich den Jagdtrieb recht gut auf den Ballwerfer umlenken. Auf dne ist sie bei unseren Spaziergängen unheimlich fixiert.
Zweimal habe ich sie sogar abrufen können, obwohl vor ihr plötzlich ein Kaninchen auftauchte.
Reh und Ball - diese Kombination hatten wir noch nicht. Aber da bin doch eher skeptisch, ob sie sich abrufen lassen würde.
Letztens düste sie nach vielen Monaten jagsfreier Zeit mal wieder plötzlich ab ins Gebüsch, zusammen mit einem Junghund. Der Jungspund kam fast sofort zurück, Bessi erst nach ca 3 Minuten oder so. Den Ball hatten die beiden Hundis vorher verloren, der schied also als stärkerer Reiz aus.
Auf ein möglichst jagdfreies Jahr!
Renate |
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