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Kirsten
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Beitrag Verfasst: Mi 13 Sep, 2006 11:23 Antworten mit Zitat

Morgen Leute,
ich weiß nicht, ob man das Thema wirklich diskutieren kann, aber vielleicht ihr ja noch ´ne Idee zu meinen Beobachtungen.

Immer wenn ich gerade nichts wirklich Aufregendes zu tun habe, gucke ich gern mal auf diversen Tierheimseiten, wer da so einsitzt, vielleicht ist ja doch irgendwann mal DER Zweithund dabei... ist irgendwie eine Macke von mir, "Tiere suchen ein Zuhause" guck ich ja auch dauernd. Icon Zwink

Unser Tierheim scheint mir leider nun nicht unbedingt so der Brüller zu sein.
In der Vergangenheit habe ich hin und wieder so einiges von internen Querelen gehört, aber als ich Lina noch nicht hatte und auf aktiver Hundesuche war, waren wir trotzdem ab und an mal dort um den ein oder anderen Vierbeiner probeweise Gassi zu führen.

Ich fand die Hundeaufbewahrung dort noch nie wirklich toll, weswegen ich auch Fundtiere, die ich dann und wann mal aufgabel, eigentlich immer lieber mit nach hause nehme, eine Fundmeldung im Tierheim hinterlasse und warte, bis der glückliche Hundehalter sich dann bei mir meldet um seinen Abgänger bei mir aufzusammeln.

Die meisten Zwinger dort sind ziemlich klein, der alte Gruppenauslauf sah lange Zeit echt erbämlich und ungenutzt aus (ist inzwischen aber wohl grundsaniert worden) und die Hunde, die ich an den Gassi-Tagen "ausgeliehen" habe, waren nicht nur unglaublich stinkig und staubig (ich hatte nach dem Streicheln echt schwarze Hände) sondern entsprachen z.T. auch nicht wirklich der Beschreibung des Personals.
Ich erinnere mich da an eine Schäferhündin, die als kerngesunder, gut erzogener und perfekter Anfänger-Familienhund angepriesen wurde. Die hat mich beim Spaziergang stumpfsinnig durch die Pampa gezogen, reagierte nicht im Geringsten auf übliche Kommandos, eierte zudem schon ziemlich mit den Hinterläufen und zeigte nichtmal eine Reaktion auf einen laut tutenden, vorbei rauschenden Zug.
Wir haben noch ein bisschen mit ihr hin und her getestet, die reagierte wirklich null auf Geräusche, entweder war sie stocktaub oder innerlich total abgestumpft. Und so haben wir uns dann doch gegen sie entschieden, obwohl sie uns fuchtbar leid tat und sich beim Zurückbringen dann doch noch ein bisschen an Olaf drückte. Aber wir haben uns, trotz reichlich Erfahrung, diesen Hund wirklich nicht zugetraut. Sad

An den Wochenend-Gassi-Tagen fand ich auch das Personal nun nicht so wirklich ambitioniert, aber vielleicht lag´s daran, dass da dann auch immer ein bisschen Trubel ist und sie vielleicht nicht so großen Bock haben am Wochenende zu malochen, keine Ahnung. Jedenfalls bekam ich nur auf nachdrückliche Fragen eher lakonische Auskünfte zu den Tieren: "Gehen sie einfach gucken, die Beschreibungen stehen am Zwinger...". Ich fand das einfach etwas schwach, schließlich suchte ich ja nun wirklich einen Hund und wollte sogar eher einen von den größeren Exemplaren, die man ja nun auch als Tierheim nicht alle Tage locker losschlagen kann. Da hätte ich mir schon ein bisschen mehr Betreuung und Beratung durch das Personal gewünscht, statt dessen ließ man uns recht lange, wie hingestellt und nicht abgeholt, im Büro rumstehen und so wurde ich Zeuge eines vermeintlichen Vermittlungs-Telephonates, das mir echt fast die Hutschnur hochgehen ließ. Da hatte ich wirklich den Eindruck, dass vom Hund bis zur Meersau alles angepriesen wurde wie warme Semmeln und erst als die dusselige Nuss am anderen Ende der Leitung fragte, ob man ihr vom Tierheim aus den Hund nicht bringen könne, schien beim Personal der Groschen zu fallen und wurde das Gespräch beendet, um mir dann Zwingernummer 10 samt Leine auszuhändigen, total seltsam.

Ich hab´mich damals damit beruhigt, dass die vielleicht einfach nur einen schlechten Tag hatten. Inzwischen frage ich mich allerdings, ob mein Eindruck von damals nicht doch irgendwie generell stimmt.
Mir ist nämlich aufgefallen, dass es in unserem Tierheim scheinbar recht viele Rückläufer gibt.
Immer wenn ich die Internet-Seiten aufschlage, finde ich "gute alte Bekannte" unter den Vierbeinern. Einige von den armen Würstchen sind nun offenbar inzwischen mehr als nur einmal vermittelt worden und tauchen trotzdem irgendwann wieder auf den Vermittlungseiten auf.
In einem Fall steht es auch dabei, aber bei den anderen wird zu misslungenen Vermittlungsversuchen gar nichts erwähnt. Dabei wäre das doch wichtig, weil es vielleicht manche Verhaltensweise der Tiere erklärt. Ist doch klar, dass ein Tier irgendwann komisch reagiert, wenn es schon zum dritten mal sein Zuhause und seine Leute verloren hat.

Ich finde das doch ziemlich seltsam. Gut dass mal was schief geht, weil potentielle Halter sich zuviel zumuten oder falschen Angaben machen und dann dumm aus der Wäsche gucken, wenn sie den Hund doch länger als angegeben alleine lassen und er sich dann als Innenarchitekt betätigt, kann ich ja verstehen, aber so oft? Irgendwie erwarte ich doch von den Tierheimmitarbeitern, sowas wie Menschen- und Sachverstand und Vermittlungskompetenz. Wer wenn nicht sie, müsste doch einigermaßen gut einschätzen können, welcher Hund zu wem passt? Und wem, wenn nicht ihnen müsste an eine guten, dauerhaften Vermittlung gelegen sein?
Und wenn der Start ins gemeinsame Leben nicht so reibungslos wie gedacht klappt, dann bieten die meisten Tierheime doch Unterstützung durch die angeschlossene Hundeschule an, so dass es eben nicht gleich wieder zur Rückgabe kommen muss.

Wenn ich mir das so von außen betrachte, dann habe ich kein so gutes Gefühl dabei, schade eigentlich, denn gerade im Augenblick sitzen da wieder zwei Kandidaten ein, die ich eigentlich klasse finde, die eine ist schon mindestens zum dritten Mal dort (Jagdtrieb), die andere (eine wunderschöne Collimischlingshündin) ist neu in der Vermittlung, hoffentlich widerfährt ihr nicht ein ähnliches Vermittlungsdisaster...

So, das brannte mir schon die ganze Zeit auf der Seele, aber nun habe ich irgendwie meine Frage aus dem Blick verloren...  Vielleicht fällt euch ja auch so was zu dem Thema ein. Icon Zwink

LG
Kirsten

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Kerstin
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Beitrag Verfasst: Mo 18 Sep, 2006 08:31 Antworten mit Zitat

Morgen

Also das es in manchen Th´s nicht gerade sehr gut um den Hund bestellt ist, hat glaub ich jeder schon mal von uns gesehen. Leider fehlen wohl immer noch sehr viel Gelder, um eine schöne Umgebung zu schaffen.
Vielleicht sollte man mal ein Projekt mit Schülern draus machen, wenn man vorher vielleicht ein paar spenden sammeln konnte.

Das so viele Tiere dort sitzen, sorry ist deren eigene Schuld.
Wir haben nie einenHUnd aus dem TH bekommen, warum weiß ich auch nicht. Es hieß dann immer nach Gesprächen, "ne der ist nichts für euch, viel zu schwierig"

Meiner Meinung nach, denke ich das einige Hunde im TH sowas wie nen Kollaps bekommen, und nicht mehr so sind wie sie waren.

Wenn ich jetzt mal das Beispiel Rocko nehme. Wenn ich den ins Th bringen würde, würde der im Zwinger durchdrehen, und nur bellen oder jaulen. Oder er würde verunsichert in der Ecke liegen. Also wer würde sich für Rocko interessieren?? Denke keiner.
Den Grund dafür sehe ich in der fehlenden Zeit der Leute die dort Arbeiten. Nicht weil sie keine Lust haben, sondern eher weil es zu wenige gibt die dort arbeiten.
Reicht es denn wenn Hund ab und an von Gästen ausgeführt wird?? Denke nicht...die BEschäftigung fehlt und dann wohl auch der Spaß und die Freude.

Hoffen kann man nur, das es sich im laufe der Jahre mal ändert, und Th etwas aufpoliert werden, schließlich stecken die Städte ihr Gelder genug in Sachen, die kein Mensch braucht. Sollten mal mehr Gelder ins Th fließen lassen.

Ich habe also keinen guten Eindruck von Th und deren vermittlungen. Was die Umgebung angeht fehlen einfach Gelder.

Gruß Kerstin

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FairyLy
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Beitrag Verfasst: Mo 18 Sep, 2006 08:55 Antworten mit Zitat

Morgen,

Kerstin hat folgendes geschrieben: ›
Das so viele Tiere dort sitzen, sorry ist deren eigene Schuld.


Das kannste ja wohl so pauschal mal nicht stehen lassen ;-) Denn das trifft ganz ganz sicher nicht auf alle Th zu.
Grade Kirsten kritisiert ja auch (und dem würde ich mich anschließen), dass viele TH (zumindest viele, die ich kenne) eben jedem Hinz und Kunz jeden Hund geben und es deswegen enorm viele Rückläufer gibt.
Sicher war irgendetwas schief, wenn ihr gar keinen Hund bekommen habt, aber das direkt allen TH anzulasten...

Die Zwinger- und Zeitproblematik besteht ganz klar. Nicht umsonst haben wir hier kein TH, sondern arbeiten rein mit PFlegestellen, weil der tägliche häusliche Umgang mit den Hund (und auch den anderen Tieren) nunmal die einzige Möglichkeit ist, wirklich etwas aussagekräftiges über den Hund sagen zu können und so möglichst die richtigen neuen Besitzer finden zu können. Sicher haben auch wir Rückläufer, aber die sind Goth sei Dank sehr selten und liegen meisst in persönlichen problemen begründet und (ich erinnere mich jetzt an keinen Fall) seltener im Verhalten des Tieres.
Aus dem Zwinger (wie auch aus dem Ausland) holt man sich eben zwangsläufig ein Überraschungspaket, weil sich der Hund dort eben logischerweise anders verhält, als zu Hause.
Ich kennen überigens auch Tierheime, in denen quasi alle Hunde täglich spazierengeführt werden und die Paten wirklich regelmäßig kommen und viel Zeit mit "ihren" Tieren verbringen. Das ändert aber nichts am anderen Verhalten und am Überraschungspaket, wie man z.B. an unserem kleinen dicken Paket hier gesehen hat.

Grüße
Ly

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Kerstin
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Beitrag Verfasst: Mo 18 Sep, 2006 09:14 Antworten mit Zitat

Zitat: › Das kannste ja wohl so pauschal mal nicht stehen lassen ;-) Denn das trifft ganz ganz sicher nicht auf alle Th zu.
Grade Kirsten kritisiert ja auch (und dem würde ich mich anschließen), dass viele TH (zumindest viele, die ich kenne) eben jedem Hinz und Kunz jeden Hund geben und es deswegen enorm viele Rückläufer gibt.

Gut Pauschal nicht, aber für die Th wo wir waren, lass ich das mal so stehen, weil mich das echt sauer gemacht hat damals.  Mir kam es so vor, als ob nur Leuts Hunde bekommen, die 24std. am Tag zeit haben. Und dabei war auch das Th in Münster.
Denke jeder nimmt andere Erfahrungen mit, wenn er sich für einen Hund aus dem Th entscheidet, und meine waren halt nicht sehr gut.

Aber zum Thema zurück
Pflegestelln, wenn es welche gibt, sind natürlich sehr gut. So wird man halt mehr über den Hund in Erfahrung bringen, und er kann sich halt gut einstellen.
Wenn ich mal Zeit habe, also wenn ich in Rente gehe, wäre es ne Überlegung wert, einem Hund nen Pflegeplatz zu geben. Jetzt wäre es nur unfähr, einer geht mit zur ARbeit und der andere muss zu Hause bleiben. Also später.

Mal ne Überlegung....können wir als Forum nicht irgentwas machen???
Also Z.B Wichteln, aber alles zu einem und der bringt das einem TH???
nur als Beispiel

Gruß Kerstin

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Kirsten
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Beitrag Verfasst: Mo 18 Sep, 2006 09:22 Antworten mit Zitat

Hm,
ich würde das gar nicht einmal pauschalisieren wollen. Ich kenne auch Tierheime, die sind von innen wirklich sehr schön -so schön wie ein Tierheim halt sein kann.
Was mich einfach hier so erschreckt hat war, dass ganz offensichtlich mit der Abgabepraxis etwas nicht stimmt, anders kann ich mir die hohen Rückläuferzahlen nicht erklären.
Mir scheint es völlig logisch, dass Tiere zurück gebracht werden, wenn vorher nicht anständig über deren Verhaltensweisen, deren Aufenthaltsdauer und bereits erfolglose Vermittlungsversuche aufgeklärt wird. Klar geht das nicht immer, weil man von Fundhunden einfach so gut wie nichts weiß oder weil der Vorbesitzer falsche Angaben macht. Aber dennoch erwarte ich vom Personal soviel Weitblick, dass es in der Lage ist die Tiere zu beobachten, aus deren Verhalten dann entsprechende Schlüsse zu ziehen und sie den Leuten nicht einfach blauäugig schön zu reden.
Wenn ein Hund schon zig Mal zurück kam und ich das dem nächsten Interessenten verschweige, dann darf ich mich doch nicht wundern, wenn der sich schwer tut, weil der Hund inzwischen vielleicht nicht mehr alleine bleibt und Kontrollzwänge entwickelt.
Ich kann doch nicht einfach behaupten: "Der ist aber ein ganz Lieber..." und tags darauf demontiert dann dieser ganz liebe Hund irgendeinem Gutgläubigen das Wohnzimmer. Das machen die meisten Leute ein, zwei Wochen mit und dann stellen sie fest, dass sie sich das Zusammenleben mit Hund aber irgendwie ganz anders vorgestellt haben...
Wenn man von vorneherein auf diese Möglichkeit hinweisen und entsprechende Hilfe anbieten würde, dann stünden die Chancen, dass die Leute sich trotzdem für den Hund entscheiden und die Sache als Herausforderung betrachten würden, vielleicht auch nicht schlechter.

Ganz ehrlich, ich hatte damals durch die Tierbeschreibungen einfach das Gefühl, ich würde verar.... . Und ich kann verstehen, wenn dieses Gefühl erst recht bei jemandem aufkommt, der entsprechend gutgläubig auf diese Art der Beschreibung gebaut hat und dann z.B. plötzlich neue Möbel braucht. Icon Zwink
Ob unser Tierheim personell unterbesetzt ist, kann ich nicht beurteilen, eigentlich hüpfen da immer recht viele Leute durchs Büro. In einem Fall wurde ich unfreiwillig Zeuge, wie eine der Damen, nach einem zweifelsohne schon recht langen privaten Telephonat, ganz gedehnt mit genervtem Augenaufschlag sagte: "Du, ich muss jetzt Schluß machen, hier stehen schon wieder welche..." Ich kam mir reichlich doof dabei vor...

Vielleicht liegt´s eher daran, dass sich gerade in gemeinnütziger Arbeit oft  privat und professionell stark vermischen.
Da wird dann eine Zeit lang mit ganz viel perönlichem Engagement gearbeitet und irgendwann macht sich vielleicht das Gefühl breit, man würde immer nur geben und nun hätte das Leben irgendwie auch endlich mal was zurück zu zahlen... So erkläre ich mir auch die, immer wieder in der Tierschutzszene auftauchenden unrühmlichen Skandale und Unterschlagungen... Es wird ja niemand direkt geschädigt, sind ja Steuergelder und Spenden. Diese seltsame Vermittlungspraxis fällt für mich auch in diese Sparte.
In der freien Wirtschaft würde viel mehr Wert auf Effektivität gelegt und Mitarbeiter xy würde sich recht schnell vorm Chef in Erklärungsnöten wiederfinden, wenn aufgrund seiner mangelhaften Beratung Kunden mit dem falschen Produkt ausgestattet würden und zu Hauf mit Beschwerden im Kundencenter auftauchen würden...  Wenn aber im Arbeitsalltag vieles so wischiwaschi laufen kann ohne, dass Konsequenzen drohen, dann ist es einfach kein Wunder, dass auch die Vermittlungsgespräche nach dieser Methode geführt werden...

LG
Kirsten

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Kerstin
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 Deutschland Nordrhein-Westfalen
Beitrag Verfasst: Mo 18 Sep, 2006 09:50 Antworten mit Zitat

Hmmmm eigentlich sollte man doch denken, das Leuts die das freiwillig machen, also gemeinnützige Arbeit, doch freude dran haben. Und nicht so gelangweilt sind.
Klar hat man auch mal nen schlechten Tag, aber den sollten Besucher nicht gerade zu spüren bekommen.

Ich weiß noch, als wir einen Hund bei tiere suchen ein zu Hause gesehen haben. Echt den wollte ich haben. Wurde auch als anfänger Hund vorgestellt.
Kurz überlegt und dort angerufen. Wurde dann von der Dame echt freudig am Tele begrüßt und wir unterhielten uns. Und dann kam der Satz, der nie in der Sendung erwähnt wurde. "aber der Hund hat ein schnapp Problem" und ob man das noch in den Griff bekommt ist halt ne Frage. Da zu der Zeit mein Neffe noch arg klein war und ne Omi von 80 Jahren im Hause war, haben wir uns gegen diesen Hund entschieden.

Und da stellt sich doch die Frage, warum wurde der Hund als Anfängerhund vorgestellt und das Schnappproblem wurde nie erwähnt.???
Vielleicht hätten sich dann doch sehr viel weniger für diesen Hund entschieden. Hoffe er hat trotzdem ein schönes zu Hause gefunden.
Denke wenn die gute Frau das am Tele nicht erwehnt hätte, und wir den Hund genommen hätten, wer weiß, vielleicht hätte ich da als Anfänger auch zu schnell aufgegeben.

Gruß Kerstin

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Stef
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Beitrag Verfasst: Mo 18 Sep, 2006 11:27 Antworten mit Zitat

Wir haben ja gerade auch so unsere Probleme mit dem Tierheim  Razz
Der TSV betreibt 2 Tierheime, eines in Eigenregie undeines zusammen mit dem Landkreis.
Aus ersterem haben wir Inka und unsere verstorbenen Samtpfoten Captain Hook und Mimi. Hier wurde "vorsichtiger" vermittelt, die Leute genauer angeschaut und bei Granaten wie Inka wert darauf gelegt, sie nicht gleich dem erstbesten anzudrehen, sondern daß sich die Leute erst mal mit dem Hund beschäftigen und auch erst mal regelmäßig mit ihm spazieregehen. Fand ich auch gut so, Inka war mein erster Hund. Auf ihre Macken wurden wir gut verbereitet und der Männe der Tierpflegerin hatte sich auch vorher schon prima um sie gekümmert.

Corazón und Whisker sind aus dem Kreistierheim, das nur zum Teil vom TSV betreut wird. Hier muß ich sagen, daß sie sich mit Katzendiabetes null beschäftigt haben  Embarassed Nicht mal das gelsen haben, was im Beipackzettel des Insulins stand.

Bei Corazón fand auch null Beratung bezüglich der Mittelmeerkrankheiten statt. Wir bekamen gesagt, sie sei getestet (Nachweis darüber gibt's keinen). Dann bekamen wir noch einen übel kopierten Zettel mit den 4 üblichen Krankheiten in die Hand. Das mit dem nachtesten lassen haben wir übers WWW bzw. unsere TÄ. Dabei werden gerade in diesem TH sehr viele Hunde über DUO-Ibiza importiert und ein gewisses Wissen über diese Krankheiten sollte vorhanden sein.
Auch stimmten hier die Angaben zwischen den einzelnen Ausweisen Corazóns und der Beschreibung des Aushangs am Zwinger überhaupt nicht. Das Alter wurde überall anders angegeben, zwischen 10 Monaten und 2 Jahren konnte ich es mir aussuchen.

Sie sollte katzenverträglich sein, sie jagte jedoch die Katzen durch die Wohnung und ließ auch mit 115kg Männe auf ihr drauf nicht wirklich davon ab. Nach 7 Tagen mit Wasser, Klapperdose und einer Inka die sie nach vermöbelt hatte, war das Thema Katzen dann erledigt. Sie natte nicht mehr viele Tage, dann hätte ich sie zurückgebracht. Das Leben zweier alter Katzen zählt immerhin auch etwas. Ich glaube, sie hatten das mit den Katzen nie ausprobiert (ein Katzenhaus ist jedoch im TH vorhanden).

Bei Inka haben wir es im Katzenhaus ausprobiert, sie reagierte überhaupt nicht auf Katzen.

Die Beratung alleine hier im TSV ist doch sehr unterschiedlich. Die Unterbringung wurde durch neue Zwinger, die jetzt auch beheizbar sind, wirklich verbessert. Auch wurden neue Flächen für Ausläufe von den Gemeinden gepachtet (beide TH liegen etwas außerhalb).

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Stef

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Angi
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  Bayern
Beitrag Verfasst: Do 28 Sep, 2006 20:42 Antworten mit Zitat

Alino ist ja aus dem Tierheim Siegen. Dieses Tierheim ist von der Unterbringung der Tiere her einfach klasse! Es gibt keine der üblichen Zwinger, die Hunde werden, so sie verträglich sind, mindestens zu zweit untergebracht. Die "Zwinger" dort sind Häuschen mit großen Ausläufen (Wiese, Bäume) dabei, die den Hunden jederzeit zugänglich sind. Auch die Hunde, die einzeln gehalten werden haben so einen Auslauf, nur eben etwas kleiner. Das relativ neu gebaute Katzenhaus habe ich nicht mehr "kennengelernt", aber auch das alte war schöner, als man das aus den meisten Tierheimen kennt. Listenhunde werden im TH Siegen zur Hundeschule geschickt um besser vermittelt werden zu können.
Zur Beratung kann ich nur sagen, daß es keine gab.  Wir haben den Hund für einen kurzen Spaziergang mitbekommen, um ihn etwas kennenzulernen und konnten ihn dann gleich mitnehmen. Es wurde uns erzählt, daß er von Teneriffa stammt (was richtig ist) und daß er katzenverträglich ist (was überhaupt nicht stimmt). Auch der Grund, warum der Vorbesitzer Alino zurückgegeben hat, wurde uns gesagt. Aber das war's dann auch schon. Allerdings habe ich dann von allen Leuten, denen ich erzählt habe, daß wir den Hund sofort mitbekommen haben, gehört, daß das absolut unüblich für das TH Siegen sei. Normalerweise muß man einen Hund öfter zum Spazierengehen holen und sich wirklich drum bemühen. Was ich noch komisch fand (wobei das wohl in den meisten Tierheimen so ist): Voraussetzung für die Abgabe war, daß wir einen eingezäunten Garten haben. Es gibt Hunde, die kommen jahrelang kaum aus ihrem Garten raus, die brauchen ja auch kein Gassigehen, die haben ja Garten... Da finde ich einen Wohnungshund der oft rauskommt, der Hundeschule, Agility etc. macht, artgerechter gehalten.
Das TH Siegen hat nach einigen Wochen eine unangemeldete Platzkontrolle gemacht und das war's dann.

Von meiner Hundetrainerin habe ich gehört, daß Bekannte einen Labrador aus einem TH geholt haben (ich weiß leider nicht aus welchem), den sie dann schweren Herzens wieder zurückgegeben haben, weil er das Herrchen böse gebissen hat. Die Leute haben sich Vorwürfe gemacht, weil sie den Hund nicht behalten haben, aber sie hatten schlichtweg Angst, daß der Hund auch auf Fremde losgeht. Im TH hatten sie gesagt, der Hund würde etwas schnappen... Der Hund steht wieder auf der Homepage des Tierheimes und dort wird mit keinem Wort erwähnt, daß der Hund sehr aggressiv ist.

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Angi + Alino

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