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Stef
Leitwolf



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Hier ist eine Karte mit dem Verbreitungsgebiet Babesiose-infizierter Zecken:
Karte
Wir liegen mal wieder im roten Bereich  |
_________________ Stef
Vierbeiner-Blog |
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Wurzi
Leitwolf



Alter: 28

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Zitat: › Wir liegen mal wieder im roten Bereich Evil or Very Mad
Na toll...  |
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ulla
ewig Halbstarker


Alter: 61

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bin wirklich ein Tierfreund, kann mittlerweile sogar das Netz einer Spinne bewundern und ihre Verfahrensweise nach der Begattung nachvollziehen
aber Zecken hasse ich
da werde ich zum Mörder
ich fürchte, irgendwann werden die mal die Weltherrschaft übernehmen |
_________________ Liebe Grüße
Ulla und Jannis |
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Stef
Leitwolf



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Kerstin
Leitwolf



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Ich glaub ich gehöre nicht dazu, hoffentlich
Aber ich hab im Tv gesehen, das eine Uni ne Vespen art erfunden hat, die Zecken fressen |
_________________
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Martina
Althund



Alter: 45

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Hallo!
ulla hat folgendes geschrieben: › kann mittlerweile sogar das Netz einer Spinne bewundern und ihre Verfahrensweise nach der Begattung nachvollziehen *pruuust*
Kerstin hat folgendes geschrieben: › ich hab im Tv gesehen, das eine Uni ne Vespen art erfunden hat, die Zecken fressen Naja, vielleicht eher gefunden? Aber offenbar überlegen sie sogar, solche Wespen gezielt auszusetzen: http://de.wikipedia.org/wiki/Zecken#Nat.C3.BCrliche_Feinde
Wir wohnen auch im "roten Gebiet". Habe hier aber noch nie konkret von einer Erkrankung gehört und dachte immer, Babesiose zählt immer noch eher zu den Mittelmeerkrankheiten. Ich will das nicht verniedlichen, aber ich könnte mir vorstellen, dass diese grellrote Karte die realen Risiken etwas dramatisiert. Wichtig ist ja nicht nur, wo es diese Zecken gibt, sondern auch, in welcher Menge und welche von denen überhaupt Babesien übertragen und dann auch noch, welchen Babesienstamm genau.
Rund 400 Hunde erkranken jährlich in Deutschland an Babesiose, ohne dass sie im Ausland waren, hat der Bundesverband der praktizierenden Tieraerzte (klick) grad erst veröffentlicht. Das größere Risiko gehe aber vor allem von Zecken in Süd- und Osteuropa aus.
"Trotz Behandlung stirbt etwa jeder 10. erkrankte Hund", heißt es weiter, die meinen aber wohl hauptsächlich eingeschleppte Babesiosen.
Die Verläufsformen der Babesiose werden unterschieden in perakut, akut und chronisch (klick). Und soweit ich das jetzt finden konnte, sind weder die Babesien tragenden Zecken noch die besonders gefährlichen Babesienstämme in Deutschland wirklich verbreitet.
Hier heißt es in einer Diplomarbeit: "Die von D. reticulatus übertragenen Stämme von B. canis aus Frankreich sind meistens hochvirulent. Diese Infektionen können innerhalb von 24 bis 48 Stunden zum Tode führen. Besonders gefährdet sind Welpen und junge Hunde, die empfindlicher sind als ältere Hunde." klick
(Bei Menschen ist Babesiose in der Regel gut behandelbar (klick). Etwas genauer kriegt man's hier (klick).)
2005 und 2006 ist Eberhard Schein, Parasitologe und Veterinär an der FU Berlin, massiv wegen der Ausbreitung von Dermacentor-Zecken (Auwaldzecke, auch Auzecke oder Buntzecke) an die Öffentlichkeit gegangen und von Zeitungen zitiert worden: 1, 2, 3, 4 (und dann auf zig Seiten wiederholt). Damit wurde das Thema offenbar zum ersten Mal so richtig gepusht.
Parallel dazu hat 2005 eine Studentin, Brigitte Menn, im Internet zum Einschicken von Auwaldzecken aufgerufen, weil sie die für ihre Diplomarbeit untersuchen wollte. Auch das hat über Hundeforen große Verbreitung gefunden, zum Beispiel hier (klick).
Über die Verbreitungsgebiete von Dermacentorzecken gibt es sehr unterschiedliche Aussagen.
* rund um Berlin, Frankfurt, Magdeburg, Leipzig und Tübingen (klick).
* Raum Kehl/Offenburg/Lahr/Emmendingen/Freiburg (Breisgau) (klick)
* Regionen um Regensburg, München und Kehl/Offenburg/Freiburg (klick). In München war es aber konkret eine bestimmte Hundewiese, wo "während der letzten Jahre mehrfach mit Babesien verseuchte Zecken vorgefunden" worden waren (klick). Die Veterinärmediziner an der Uni München (klick) gehen nur auf die Babesiose-Risiken für Rinder ein.
* Nordrhein - Westfahlen (Siegen, Münster), Umgebung von Bonn, Gladbeck (nördliches Ruhrgebiet), Berlin und Dresden (klick)
Einer der Knackpunkte bei diesen widersprüchlichen Infos scheint zu sein: von der Gattung Dermacnetor gibt es zwei verschiedene Arten in Deutschland, und nur die eine davon ist - soweit ich das verstanden habe - als Überträger von Babesiose gefährlich, nämlich die Art D. reticulatus.
Brigitte Menn hat für ihre Diplomarbeit insgesamt 2126 Dermacentorzecken geschickt bekommen und selbst eingesammelt. klick
D. marginatus gibt es demnach (Stand 2005) "entlang des Rheingrabens von Rheinfelden bis in die Gegend von Mainz und Wiesbaden entdeckt.
Entlang des Maingrabens wurde die Zecke zwischen Lörrach, Mainz und Bamberg, Forchheim nachgewiesen. Das Gebiet umfasst auch die Mainnebenflüsse Fränkische Saale, Lohr, Murg und Rensch.
Weitere Gebietein denen D. marginatus nachgewiesen wurde, sind Wetzlar im Dillkreis, Wiesloch, Karlsruhe, Pfälzer Bergland, Süd-Ost-Abhang des Westerwaldes, Nord-Ost-Rand der Schwäbischen Alb, Osthang des Schwarzwaldes, der Neckar-Raum und das Gebiet um den Raum Saarbrücken."
Die sind aber bezüglich Babesiose harmlos.
Den Überträger der "Hundemalaria" D. reticulatus gibt's (hier mal unabhängig von ihrer Durchseuchung mit Babesien) in Deutschland noch nicht so viel (Stand 2005):" Ein Eichenwald zwischen Dessau und Aken (Bezirk Halle), Düben-Dahler Heide (Bezirke Leipzig und Halle), Lehnin (Bezirk Potsdam), Falkenberg (Kreis Luckau), Großrössen (Kreis Herzberg), Berlin, Annaburger Heide, Schönka (Kreis Gräfenhainchen), Leipzig, Torgau, „Schönbuch“ bei Tübingen, das deutsche Rheinufer bei Basel, die Isarauen bei Regensburg und München, in den Auwäldern des Altrheins in Baden-Württemberg, Kehl, Offenburg (Gifizsee), Lahr, Emmendingen und Freiburg im Breisgau".
Das heißt aber auch noch nicht, dass dort tatsächlich große Babesiosegefahr besteht. Entscheidend ist im nächsten Schritt - wir hatten das auch schon mal bezüglich Borreliose und FSME - die Durchseuchung dieser Zecken. Brigitte Menn schreibt dazu: "Die Babesiose in Deutschland:
Es ist ein autochthoner, endemischer Herd von B. canis im Raum Offenburg/ Lahr/ Freiburg mit D. reticulatus als Überträgerzecke auch in Deutschland bekannt. Von weiteren Babesiosefällen [also Einzelfällen] aus München, Regensburg, Münster, Siegen, Berlin/Brandenburg und den Regionen zwischen Saarbrücken und Saarlouis wurde berichtet. Ansonsten wird in Deutschland die canine Babesiose hauptsächlich aus Ungarn und den mediterranen Ländern importiert."
Für ihre Untersuchung der Babesiendurchseuchung hat sie sich deshalb Hundeblut aus Rumänien schicken lassen.
LG
Martina |
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Kerstin
Leitwolf



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Puhhh Martina, des ist aber viel.
Jedoch interessant....
Leider hat ein Link von dir meinen Rechner geschossen, und jetzt trau ich mich net mehr weiter zu lesen
Grüße |
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Martina
Althund



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| Viel, ja. Aber wenn man's beim ersten Blick belässt, sieht's wirklich nach einer Epidemie aus. Erst auf den zweiten Blick stellt sich das Thema als (derzeit noch) weniger wild heraus. Kerstin hat folgendes geschrieben: › Leider hat ein Link von dir meinen Rechner geschossen, ??? Welcher denn? Habe alle durchprobiert und außer dass einer falsch war, sind alle okay. Kann es sein, dass das der Link zu der Diplomarbeit von Brigitte Menn war? Das ist eine pdf-Datei mit 80 (!) Seiten, fast 7 MB groß - das Laden dauert je nach PC und Leitung also durchaus eine Weile...
Korrektur zu dem einen Link:
Martina hat folgendes geschrieben: › (Bei Menschen ist Babesiose .... Etwas genauer kriegt man's hier (klick).) Korrekt ist: (klick)
LG
Martina |
Zuletzt bearbeitet von Martina am Di 10 Jul, 2007 11:39, insgesamt ein Mal bearbeitet |
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Kerstin
Leitwolf



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Keine Ahnung Martina, welcher das war???
Kann aber auch sein, das mein Rechner mal wieder spinnt
Grüße |
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